Lohnt sich das Sparen noch?

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Westfalen – Für 42 Prozent der Deutschen stand Sparen ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze für das Jahr 2015. Trotz Niedrigzinsphase erfreuen sich konservative Sparmodelle wie Tagesgeld- und Festgeldkonten nach wie vor großer Beliebtheit. Sparkassen fordern nun einen Ausgleich der Zinsausfälle durch staatliche Prämien.

Im neuen Jahr wollen viele Deutsche gewissenhafter mit ihren Finanzen umgehen. Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Online-Studie der norisbank unter rund 1.000 Befragten. Demnach plant mit 42 Prozent nahezu die Hälfte aller Deutschen, in den nächsten Monaten etwas auf die Seite zu legen. Besonders ambitioniert zeigten sich die befragten Frauen. Rund 48 Prozent von ihnen gaben an, im neuen Jahr mehr auf die Finanzen achten zu wollen – bei den Männern waren es nur 37 Prozent. Deutlich vielen die Unterschiede auch bei den Altersgruppen aus. Während bei den 50- bis 69-Jährigen Sparen nur für knapp ein Viertel der Befragten ein Thema war, gaben 57 Prozent der 18- bis 34-Jährigen an, Rücklagen bilden zu wollen. Bei der Wahl der Geldanlage werden die meisten Deutschen auch im Jahr 2015 altbekannte Wege gehen. Laut Maik Wennrich, Leiter Projektmanagement norisbank, sind Tagesgeld- und Festgeldkonten immer noch die beliebtesten Sparprodukte.

Zentrales Thema bleibt zudem die Altersvorsorge: Eine umfassende Rentenplanung steht für 19 Prozent der Befragten in den nächsten Jahren auf dem Programm. In den Vermögensaufbau hingegen wollen lediglich 14 Prozent der Deutschen investieren. Hier zeigen sich Männer deutlich risikobereiter als Frauen. Mit 20 Prozent gab jeder fünfte Befragte an, in Aktien oder Anlagen investieren zu wollen. Bei den Frauen hingegen waren es lediglich 8 Prozent.

Fest steht jedoch, dass eine solide Finanzplanung mit den stetig fallenden Zinsen für Anleger immer schwieriger wird. Um Geldanlagen für Verbraucher künftig wieder Attraktiver zu gestalten, fordern die Sparkassen nun staatliche Prämien nach dem Modell der staatlich geförderten Altersvorsorge. So sollen Anleger, die Ihr Geld trotz Niedrigzinsphase zur Bank bringen, vom Staat entschädigt werden. Dieser profitiere schließlich am meisten von den niedrigen Zinsen. Ein ähnliches Sparmodell gab es in Deutschland bereits bis ins Jahr 1980.

 

 

 

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