SoestART: Kleine und große Kunst

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Westfalen – Der Anspruch ist hoch: Ungewöhnliche Veranstaltungen und überraschende Kombinationen. Soest bietet noch bis zum 31. Oktober Kunst und Kultur an (un)gewöhnlichen Orten. Es gibt viel zu sehen und einiges zu entdecken. Die Veranstalter haben sich einiges einfallen lassen: Kulturelle Kooperationen treffen auf kreative Kombinationen. Herausgekommen sind anspruchsvolle und (un)gewöhnliche Veranstaltungen.

Mit dem Ziel Kultursparten zu vereinen, innovative Veranstaltungen zu kreieren, eine Plattform zur Kommunikation und Kooperation zu schaffen und Soest als Kulturstandort darzustellen, präsentiert sich „SoestART – Kleine und große Kunst 2014 – als eine Veranstaltungsreihe mit rund 60 Projekten von Mai bis Oktober.

LOGO SoestARTUnter dem diesjährigen Motto „Kunst & Kultur an (un)gewöhnlichen Orten“ haben sich die Sparten Musik, darstellende Kunst und bildende Kunst zusammengeschlossen, um über sechs Monate ein unvergessliches Kulturerlebnis zu schaffen.

Neben altbekannten Klassikern dienen unter anderem der Vreithof, Privatgärten, Bunker, Bestattungsunternehmen, Dienstleistungsbetriebe, Einzelhandelsgeschäfte und alte Industriegebäude als bisher unbekannte Schauplätze für vielversprechende Veranstaltungen. Aber nicht nur Zuschauen und Zuhören ist gefragt – Eigeninitiative erwünscht! Bei einzelnen Veranstaltungen wird das Publikum aufgefordert, aktiv mitzuwirken.

Vom 23. bis zum 26.  August findet das Ausstellungsfestival statt. Die Eröffnung macht Ilona Lehner mit ihrem Beitrag kunstHANDwerk in der Tischlerei Fuisting. Am Samstag, 23. August um 11 Uhr eröffnen die Künstlerin und Ute Fuisting die Ausstellung – Kleinen Osthofe 24 – an einem UNgewöhnlichen Ort.

In einer Tischlerei zwischen Maschinen und Werkzeugen steht die Kunst. Beides stellt Handwerk dar. Beides gestaltet und nutzt natürliche Materialien. Ist der Gedankenaufschnitt vielleicht an der großen Säge „zerteilt“ worden? Und hat der Holzsockel der Lady vielleicht seinen Ursprung in dieser Tischlerei? Kunstobjekte von Ilona Lehner finden sich in der Möbel- und Bautischlerei Fuisting sowie im direkt angrenzenden kleinen Gartenbereich und laden ein, neben der Kunst auch einen Blick in eine typische mittelständische Tischlerei zu werfen.

Eine Vielzahl von Mitwirkenden steht hinter der ungewöhnlichen Veranstaltungsreihe "SoestART". - Foto: Jutta Niggemeier

Eine Vielzahl von Mitwirkenden steht hinter der ungewöhnlichen Veranstaltungsreihe „SoestART“. – Foto: Jutta Niggemeier

Wer am Samstag, 23. August noch mehr Kunst und Exponate genießen möchte, ist herzlich um 17 Uhr (nach Schließung der Ausstellung in der Tischlerei Fuisting) zur Ausstellungseröffnung von Manfred Schulz „Das Jägerken von Soest“ im Osthofentormuseum eingeladen. Das SoestART – gerechte Programm – Musik, bildende Kunst und darstellende Kunst – verleiht der Ausstellung das passende Ambiente. Zu Beginn wird mit Mittelaltertänzen der Gruppe „Firlitanz“ auf dem Platz vor dem Osthofentormuseum begonnen. Im Anschluss spielt Rhiannon auf der Harfe vor dem Osthofentormuseum (Nathalie von O.). Hiernach wird die Ausstellung von Manfred Schulz im unteren Geschoss im Osthofentormuseum mit einer Lesung von Dr. Franziska Dokter in der Originalversion eröffnet. Die Zusammenfassung der Originalversion kann als Broschüre ab dem 23. August für 5,00 Euro im Kunstverein Kreis Soest, im Kunstmuseum Wilhelm Morgner Haus und in der Tourist Information Soest erworben werden. Anschließend findet die Eröffnung des zweiten Teils der Ausstellung in der Geschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen statt. Die Exponate können bis zum 21. September besichtigt werden.

Auch am Sonntag, 24. August geht das Ausstellungsfestival munter weiter. Um 11 Uhr wird „Medizin und Malerei“ in der Neu St. Thomä-Kirche mit einer Diskussion zwischen malenden Ärzten und Künstlern aus Soest eröffnet. Die musikalische Untermalung bietet Dr. Wolf Kalipp auf der Orgel. Die Werke können bis zum 28. September studiert werden.

Anschließend kann man den kurzen Fußweg von der Thomästraße bis zur Wiesenstraße für einen Sonntags-Spaziergang nutzen, um die Ausstellung Kunst am Wall um 13 Uhr zu eröffnen. Die Soester Künstlerin Petra Gillhaus beginnt mit ihrem Beitrag Kunst im Schatten der Wiesenkirche sofern das Wetter mitspielt, denn gezeigt werden bis 20 Uhr im großelterlichen Garten – Am Wiesenkirchhof 3 – abstrakte Bilder und Würfelobjekte. Bei schlechter Witterung muss die Veranstaltung leider abgesagt werden.

Vom 25. bis 26. August beendet die Künstlerin das Festival, die es auch begonnen hat. Ilona Lehner setzt Kunst am Wall mit ihrem Beitrag Frauenzimmer im Privatgarten von Inga Schubert-Hartmann – Freiligrathwall 11 – weiter fort. Eröffnung ist Montag um 15 Uhr. Im Garten treffen sich Damen aller Couleur zum geselligen Beisammensein – fast so, wie die Treffen der adeligen Damen und ihres Hofstaates des 15. Jahrhunderts.

Die Nanas schweben auf filigranen Säulen und tanzen grazil, die Dame mit Hut genießt die Sonne am Rosenbeet und eine rundliche Figur schaut verträumt in das Gemüsebeet – so, oder so ähnlich präsentieren sich die (das) Frauenzimmer im Garten. Ilona Lehner zeigt in dieser Ausstellung einen Material-Mix – und fast alles ist dabei: Naturmaterialien ebenso wie Ton, Beton, Metall, Holz, Gummi und und und … Wie es für die Frauenwelt typisch ist, dreht sich auch in dieser Ausstellung vieles um die Mode – eingewickelte Damen in außergewöhnlichen Gewändern, es gibt schöne Schuhe oder auch Handschuhe – grazil und filigran und manchmal überraschend. Die Damenwelt kann sich in dieser Ausstellung bestimmt auch Tipps und Inspirationen für den Mode-Herbst holen. Die Künstlerin Ilona Lehner zeigt in dieser Ausstellung kreative Ansätze  – passend auch zum Trend: „frau trägt auch wieder Hut“.

www.soestart.de

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