Neues Jagdrecht braucht die Akzeptanz

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Westfalen – In der politischen Diskussion über eine Novelle des Jagdrechts in Nordrhein-Westfalen fordern Jäger und Landeigentümer mehr Augenmaß und Sachlichkeit. Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) und der Verband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Westfalen-Lippe (VJE) appellierten an die NRW-Landesregierung, sich nicht von einer neuen Kampagne radikaler Kräfte beeindrucken und zu drastischen Einschränkungen der Jagdausübung hinreißen zu lassen.

Hier geht es offensichtlich darum, durch Polemik Stimmung gegen die Jagdausübung zu machen

Hier geht es offensichtlich darum, durch Polemik Stimmung gegen die Jagdausübung zu machen

„Über Monate haben wir mit den Verbänden und Gruppierungen aus dem Tier- und Umweltschutz über die Inhalte des neuen Jagdgesetzes beraten. Der von NRW-Agrarminister Johannes Remmel hierzu eigens ins Leben gerufene Arbeitskreis Jagd und Natur hat hierbei gute Dienste geleistet. Die Mitwirkung der Beteiligten war in aller Regel konstruktiv und sachlich, sodass zu den meisten Streitpunkten von Seiten des Ministeriums konstruktive Lösungsvorschläge aufgezeigt werden konnten. In diesem Geiste sollte die Debatte zu Ende geführt werden“, sagte der VJE-Vorsitzende Clemens Freiherr von Oer in Münster.

 Jäger und Landeigentümer fordern mehr Augenmaß und Sachlichkeit

Jäger und Landeigentümer fordern mehr Augenmaß und Sachlichkeit

Die Interessenvertretungen der Jäger und Landeigentümer in Nordrhein-Westfalen wenden sich in aller Schärfe gegen eine in der letzten Woche gestartete Kampagne von Verbänden wie PETA, Komitee gegen Vogelmord, BUND und NABU, die u.a. darauf abzielt, bewährte Jagdformen ganz zu verbieten und die Jagd grundsätzlich als unmoralisch zu diskreditieren.

„Hier geht es offensichtlich darum, durch Polemik Stimmung gegen die Jagdausübung zu machen. Es ist bedauerlich, dass diese Verbände und Gruppierungen der bisher durchaus erfolgreichen fachlichen Arbeit des Arbeitskreises Jagd und Natur den Rücken kehren und nun über mediale Aktionen ihre Extrempositionen durchsetzen wollen. Dies wird nicht funktionieren, denn in unserer Kulturlandschaft bleibt die intensive Jagdausübung unverzichtbar. Auch das neue Jagdgesetz braucht die Akzeptanz der Grundstückseigentümer und Jagdpächter, wenn es funktionieren soll“, sagte WLV-Präsident Johannes Röring.

Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband / Schorlemerstraße 15 / 48143 MünsterJagd
www.wlv.de

Comments

  1. – Die Jagd schadet dem Gleichgewicht der Natur
    – Durch die Jagd steigt die Überpopulation der Wildscheine & andere Waldtiere immer weiter:
    – Familienverbände werden auseinandergerissen, worauf die Wildschweine mit vermehrter Fortpflanzung reagieren
    – Durch das Ausstreuen von Nahrung werden die Waldtiere angeregt sich noch mehr zu vermehren
    – Die Bejagung des Fuchses führt zur Flucht und damit zur Ausbreitung von Tollwut
    – Alle wesentlichen von der Jägerschaft genannten Gründe für die Jagd sind heute wissenschaftlich widerlegt
    – Der Jagd fallen jährlich zusätzlich ca. 400.000 Katzen und ca. 65.000 Hunde zum Opfer

  2. Bianca Witt meint

    Jagd abschaffen, weg mit den Hobbymördern. Wir müssen den Krieg in unseren Wäldern beenden, lasst die Tiere leben!

  3. Marc Bertram meint

    Der Artikel ist von einer zu begrüßenden Sachlichkeit geprägt. Weiter so!

    Die beiden Kommentare sind offensichtlich wieder von solchen Menschen, die meinen, dass man aktiven Umweltschutz in Zeiten des Internets vom Sofa aus machen kann. Eure Vorgänger Haben wenigstens noch kalte Füße bekommen wenn sie Fröschen über die Straße geholfen haben. Ihr seid einfach nur noch dagegen und sitzt zuhause in der warmen Bude. Schämt euch.

  4. WLV-Präsident Johannes Röring behauptet, die intensive Jagdausübung bleibe in unserer „Kulturlandschaft“ unverzichtbar. Es gibt zahlreiche Wissenschaftler und Forscher, die das zumindest für Teilbereiche der Jagd nicht so sehen, Beispiel: Die Jagd auf Fuchs, Dachs, Waschbär, Marderhund und Co. sind vollkommen verzichtbar. Die Jagd hat hier so gut wie keine positiven Auswirkungen auf ökologische Belange (z.B. Artenschutz), auf das Seuchengeschehen (z.B. Fuchsbandwurm) oder ökonomische Gegebenheiten (Schäden in der Landwirtschaft). Von Fuchs und Waschbär weiß man aus einer Vielzahl von Forschungsarbeiten vielmehr, dass die Jagd eine wesentlich größere Vermehrungsintensität verursacht, die sämtliche Bemühungen zur Reduzierung von Beständen zunichte macht.
    Die größten Schäden in Forst- und Landwirtschaft werden durch Rehwild und durch Wildschweine verursacht. Verglichen mit den Schäden nur eines einzigen regionalen Unwetters sind die bundesweiten durch Wildtiere verursachten Schadensummen geradezu zu vernachlässigen. Das Problem ist, dass es einzelne Landnutzer durchaus heftig treffen kann. Durch eine bundesweite „Schadenkasse“, in welche jeder Landnutzer einen kleinen Beitrag einzahlt, könnte dieses Problem gelöst werden. Die Jagd trägt schon deshalb nicht wesentlich zur Vermeidung von Wildschäden bei, weil die meisten Tiere lediglich vom einen auf den anderen Acker vertrieben werden. Es gibt zahlreiche Stimmen, welche gerade die Jagd für die Explosion der Bestände von Rehen und von Wildschweinen in den letzten Jahrzehnten verantwortlich machen.

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