Bielefeld: Arbeiten von Julian Schnabel

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Bielefeld – Die Samuelis Baumgarte Galerie in Bielefeld zeigt vom 28. Oktober 2017 bis 3. Februar 2018 erstmals Arbeiten des international renommierten amerikanischen Künstlers Julian Schnabel.

Julian Schnabel: Walt Whitman

Die Eröffnung der Ausstellung „Julian Schnabel – Paintings and Printed Works 1991 – 2016“ findet am Samstag, 28. Oktober um 17.00 Uhr statt.

Neben Gemälden wie „Untitled (Chinese Painting)“, 2008, Sprühfarbe, Tusche, Kunstharz und Öl auf Polyester, 274,3 x 243,8 cm zeigt die Samuelis Baumgarte Galerie über dreißig grafische Werke von Julian Schnabel, von denen die Serien „Childhood“, „Walt Whitman“ und die mit „Untitled“ bezeichneten Schulwandbilder 2016 entstanden sind. Sie sind die ersten Grafiken, die Schnabel seit über 18 Jahren wieder veröffentlich hat und stellen einen bedeutenden Bestandteil der Ausstellung dar.

Julian Schnabel: Jose Luis Ferrer

Diese zeigt einen visionären Künstler, einen rastlosen Erfinder und Suchenden, der unentwegt überraschende Drucktechniken und Materialien ausprobiert. Ob Polyester, Samtstoff oder Weltkarten, Schnabel nutzt unterschiedlichste Medien für seine Gemälde, Radierungen, Kollagen und Lithografien. Die grafischen Arbeiten wurden bereits im Museum Ludwig, in der Kunsthalle Jesuitenkirche in Aschaffenburg sowie im Ulmer Kunstverein gezeigt. Nun sind sie in Bielefeld zu sehen.

Schnabels Arbeiten berühren den Betrachter sowohl auf der emotionalen, als auch auf der intellektuellen Ebene. Wie beim Schnitt eines Films kombiniert Schnabel Elemente, er inszeniert. Verschiedene Ebenen in diesen Arbeiten werden zusammengefügt und ergeben ein neues Bild.  Die sechsteilige Grafikmappe „Childhood“ ist ein eindrucksvolles Beispiel.

Julian Schnabel: Untitled (Chinese Painting)

Julian Schnabel wurde 1951 in New York City geboren. Er zieht 1965 mit seiner Familie nach Brownsville, Texas und besucht dort von 1969 -73 die University of Houston. Danach kehrt er nach New York City zurück, um am Independent Study Program des Whitney Museums teilzunehmen. 1978 bereist Schnabel Europa. Im selben Jahr entsteht sein erstes Plate Painting, „The Patients and the Doctors“. Im Februar 1979 wird seine erste Einzelausstellung in der Mary Boone Gallery in New York City gezeigt. 1996 schreibt Schnabel das Drehbuch undführt Regie zu dem Spielfilm „Basquiat“ über seinen Freund, den New Yorker Künstler Jean-Michel Basquiat. Der Film war in der offiziellen Auswahl des 1996er Venice Film Festival.

Julian Schnabel: Childhood 4

Schnabels zweiter Film, „Before Night Falls“, basiert auf dem Leben des später ins Exilgegangenen kubanischen Novellisten Reinaldo Arenas. Er gewann den Grand Jury Prize und die Coppa Volpi für den besten Darsteller, Javier Bardem, beim 2000er Venice Film Festival. 2007 führt Schnabel Regie bei seinem dritten Film „The Diving Bell and the Butterfly“. Er erhält dafür sowohl die Auszeichnung für die beste Regie bei den Filmfestspielen von Cannes, als auch bei den Golden Globe Awards, wo der Film als Bester Film in fremder Sprache ausgezeichnet wurde. „The Diving Bell and the Butterfly“wurde für vier Oscars nominiert.

Julian Schnabel: Inviernosexoprimaveral

Im selben Jahr 2007 dreht Schnabel einen Film über Lou Reeds Berlin concert im St. Ann’sWarehouse in Brooklyn. Sein jüngster Film „Miral“, gewinnt sowohl den UNESCO, als auch den UNICEF Award beim Venice Film Festival 2010. „Miral“ wurde in der Hauptversammlungshalle der Vereinten Nationen gezeigt.

Schnabels Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen in den bekanntesten Museen der Welt präsentiert.

Julian Schnabel lebt und arbeitet in New York City und Montauk, Long Island.

Die Ausstellung ist geöffnet von Montag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr und am Samstag von 10:00 bis 14:00 Uhr.

Galerie Samuelis Baumgarte / Niederwall 10 / 33602 Bielefeld
Telefon 0521 – 173532


 

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