Michael Göring liest aus “Hotel Dellbrück”

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Münster – “Die Figuren müssen in einem selber leben”, sagt der Schriftsteller Michael Göring über seine spezielle Art zu schreiben. “Mit ihr vermag er es, historische Fakten mit erfundenen Figuren zu verknüpfen und so geschichtliche Ereignisse umfassend und filigran zugleich zu transportieren”, so berichtete die Neue Osnabrücker Zeitung vor wenigen Tagen über eine spannende Lesung des Autors. Michael Göring ist auf Lesereise.

Wer in Münster die Gelegenheit sucht, diesen besonderen Autor kennenzulernen hat jetzt die Gelegenheit dazu. Am Donnerstag, den 21. Februar um 19 Uhr liest der Schriftsteller Michael Göring in der Villa ten Hompel aus seinem neuen Roman „Hotel Dellbrück“.

Autor Michael Göring – Foto: Roman Pawlowski

„Hotel Dellbrück“ zeichnet die Geschichte einer Familie über zwei Generationen nach. Vater Sigmund Rosenbaum muss 1938 mit 15 Jahren aus seiner westfälischen Heimat fort, weil er Jude ist. Dank der Kindertransporte überlebt er den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust in England.

Der Leser erlebt Sigmunds Ängste in England, seine Suche nach einer inneren Heimat, seinen Wunsch geliebt zu werden. Göring lässt den Leser tief eindringen in die Innenwelt dieses jungen Emigranten, der viel Glück in der neuen Heimat hat, von dem allerdings erwartet wird, dass er sein Judentum preisgibt und Methodist wird.

1955 ist Sigmund zurück in Westfalen, verheiratet, und Friedemann, genannt Frido, kommt auf die Welt. Mit Frido führt der Autor den Leser in die Welt der 70er und 80er Jahre. Auch Frido emigriert, gelangt nach Poona und schließlich nach Australien. Hier beginnt Göring eine große Reise, die Suche nach Bindung und Heimat, eine Reise, die den Leser zu sich führt, zum Nachdenken über Identität, über Heimat, über das, was wirklich zählt. 2018 ist Frido 63 und steht vor dem Hotel Dellbrück, dem Ort, an dem sein Vater einst geboren wurde. Diese Reise an den Ursprung wird für ihn zum Sprung in ein neues Leben.

Görings vierter Roman packt wichtige Themen an, ohne den Leser zu überfordern. Die klare Sprache, die Spannung, die die beiden Lebensgeschichten von Sigmund und Frido erzeugen, machen den Roman zu einem Erlebnis. Das unterstreicht auch das Westfälische Volksblatt in seinem Bericht: “Eine besondere Erfahrung ist es, den Autor als Vorleser zu erleben, ein Metier, das er perfekt beherrscht. Textlesungen können ein echtes Vergnügen sein – wenn sie von literarisch versierten Autoren mit Entertainer-Qualitäten angeboten werden. Ein exzellenter Vertreter dieser Spezies ist Michael Göring.“ Da heißt es also: Hingehen und sich im besten Sinne “verführen” zu lassen.

www.osburg-verlag.de

www.michael-goering.com

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