Mondgestein im LWL-Museum für Naturkunde

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Münster (lwl) – Das LWL-Museum für Naturkunde in Münster zeigt ab Dienstag (11.2.) ein Stück Mond: Als besonderes Ausstellungsobjekt gibt es das Objekt mit Namen “NWA 11444” zu sehen. Es handelt sich dabei um den Mond-Meteoriten, der 2017 in Nordwestafrika gefunden wurde. “Wir sind stolz, damit ein kleines Stückchen Mondgestein unserem Publikum zeigen zu können”, sagt Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs, “eine einmalige Möglichkeit für unsere Besucherinnen und Besucher.”

Aldrin betritt den Mond: Genau so sah auch Armstrongs “kleiner Schritt” aus; nur stand bei seinem Schritt auf den Mond noch kein Fotograf bereit. – Bildmosaik: NASA/David Byrne

Am 20. Juli 1969 setzte erstmals ein Mensch einen Fuß auf den Mond. Ein halbes Jahrhundert nachdem die Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin zum ersten Mal den Mond betreten haben, ist im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Mondgestein in der Bildausstellung “50 Jahre Mondlandung” zu sehen, die an die erste Mondlandung erinnert.

Museumsdirektor Dr. Jan Ole Kriegs (li.) und Planetariumsleiter Dr. Björn Voss freuen sich, den Mondmeteoriten den Museumsbesuchern zeigen zu können. – Foto: LWL/Steinweg

Untersuchungen der Zusammensetzung beweisen, dass dieser Stein vom Mond stammt. Als Vergleich dienen diejenigen Steine, die die Apollo-Astronauten vom Mond mitbrachten. Der genaue Blick auf den Mondmeteoriten zeigt, dass er aus einer Mischung aus schwarzen und weißen Komponenten besteht. Ähnliche Gesteine fand man bei der Apollo-16-Mission in der näheren Umgebung der großen Becken des Monds, den von der Erde aus dunkel erscheinenden “Mondmeeren”. Diese Gesteine sind dort weit verbreitet.

Der Mondmeteorit wird in einer Vitrine inmitten der Bilderausstellung gezeigt. “NWA 11444 ist, einfach ausgedrückt, ein Stückchen Fels vom Mond”, erklärt LWL-Chefastronom Dr. Björn Voss und erläutert: “Er ist als Meteorit auf die Erde gefallen und wurde in Mauretanien gefunden.” Bei Einschlägen von hunderte Meter oder Kilometer großen Asteroiden auf dem Mond ereigneten sich vor Millionen Jahren große Explosionen, bei denen die Mondkrater entstanden. Jedes Mal wurden dabei viele kleine Gesteinsbrocken vom Mond fortgeschleudert, nur wenige gelangten jedoch zur Erde und fielen als Meteoriten zu Boden.”

Das Mondgestein und die Ausstellung sind bis zum 27. Oktober vor dem Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde zu sehen. Die Bilderausstellung umfasst 22 zumeist großformatige Bilder, unter anderem von Mondmissionen und Mondlandungen, wie etwa den berühmten “Erdaufgang” bei der ersten Mondumrundung durch Apollo 8.

Die Museumsgäste können beim Betrachten der Bilder in das Innere des Start-Kontrollzentrums am Cape Canaveral sehen. Dort und an anderen NASA-Zentren arbeiteten damals über 30.000 Mitarbeiter der NASA, um die Mondlandungen zu ermöglichen. Auch der Landeanflug selbst ist in Bildern festgehalten. So zum Beispiel das erste Bild, das auf dem Mond von Menschenhand gemacht wurde. Es zeigt den Blick aus dem Fenster der gerade aufgesetzten Mondlandefähre “Eagle”. Fehlen darf natürlich nicht das vielleicht berühmteste Bild von Apollo 11, welches den zweiten Menschen auf dem Mond zeigt, Edwin “Buzz” Aldrin. Ironischer Weise wurde auf dem Mond kein einziges gutes Porträt von Neil Armstrong aufgenommen.

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