Picasso-Sammler Gert Huizinga verstorben

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Münster – Der westfälische Picasso-Sammler Gert Huizinga ist tot. Er verstarb am vergangenen Wochenende im Alter von 91 Jahren. Gert Huizinga erwarb zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren weit über 700 Grafiken von Pablo Picasso. Seine Sammlung gilt damit als die weltweit vollständigste Lithografie-Kollektion von Picasso und ist seit dem Jahr 2000 im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster beheimatet und in wechselnden Präsentationen ausgestellt.

Picasso-Sammler Gert Huizinga – Foto: Picasso-Museum Münster

Gert Huizinga studierte an der Landeskunstschule in Hamburg. Nach seiner künstlerischen Ausbildung ließ er sich als Werbegrafiker in seinem Heimatort Lengerich nieder und erwarb Anfang der 1950er-Jahre seinen ersten Picasso, einen Linolschnitt. Huizingas Bekanntschaft mit Picassos einstiger Lebensgefährtin Marie-Thérèse Walter führte dazu, dass er sich fortan auf das Sammeln von Picasso-Lithografien konzentrierte. Durch die Begegnung und spätere Freundschaft mit Picassos Drucker Fernand Mourlot konnte Gert Huizinga in den 1970er-Jahren weitere Werke, insbesondere sehr seltene Zustandsdrucke, für seine Sammlung gewinnen.

Mit dem beständigen Wachsen der Sammlung reifte bei Gert Huizinga und seiner Ehefrau Jutta der Gedanke, sich von ihrem Kunstschatz zu trennen, um ihn einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So brachten sie im Mai 1997 die Sammlung in eine neu gegründete Stiftung ein. Weitere Stifter waren die Sparkassen in Westfalen-Lippe, die Westdeutsche Landesbank und die Westfälischen Provinzial-Versicherungen. Die Stiftung ist Trägerin des im Jahr 2000 eröffneten Kunstmuseum Pablo Picasso Münster. Gert Huizinga war bis zuletzt Mitglied im Stiftungskuratorium.

Kunstmuseum Pablo Picasso Münster / Picassoplatz 1 / 48143 Münster

www.picassomuseum.de


 

 


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