Beruferaten nach dem Abitur

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Foto: Pixabay

„Können Sie mir sagen, wohin ich will?“ Vermutlich so hätte Karl Valentin die Lage ironisch pointiert, in der sich Schülerinnen und Schüler nach dem Turbo-Abitur befinden. Auf die Frage nach dem für sie passenden Ausbildungsweg wissen viele Schulabgänger keine Antwort; in der Tat gibt es unglaublich viele Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten. Doch Wirtschaft und Universität wünschen sich Planer und Entscheider, die wissen, wohin sie wollen.

Gefragt sind:

• Einsicht (Wissen und verstehen)

• Durchsicht (Analysieren und organisieren)

• Vorsicht (Einbinden und bewerten),

• Rücksicht (Sich öffnen für Anderes und Abschätzen der Risiken)

• Weitsicht (Visionen haben und ihnen folgen)

Die Entwicklung dieser Fähigkeiten wird von Helikopter Eltern häufig verhindert. Ihr Erziehungsstil ist geprägt von zwanghaftem Behütungswahn und exzessiver Einmischung in die Angelegenheiten der Heranwachsenden. Die Folgen sind Unfähigkeit, Probleme zu lösen, mangelnde Leistungsbereitschaft und ein fehlender Wille, Kompromisse zu schließen. Meine Erfahrung: Wenn Du einen Beruf gewählt hast, der Dir Freude macht, brauchst du Dein ganzes Leben nicht mehr zu arbeiten.

Wer Betriebswirtschaftslehre studiert, kommt an der Motivationstheorie von Abraham Maslow nicht vorbei. Sie erklärt das menschliche Verhalten aus dem Bestreben, das jeweils dringendste unbefriedigte Bedürfnis vorrangig zu befriedigen.

Ein Dicker und ein Dünner treffen sich in der Mensa. Der Dicke starrt fasziniert auf den Dünnen und fragt: „Wie kommt es, dass Du so dünn bist?“

Der Dünne überlegt kurz und antwortet: „Wenn ich nach den ätzenden Stunden im Hörsaal und im Seminar abends auf meine Bude komme, schaue ich zunächst in den Kühlschrank. Da dort meist nichts Gescheites drin ist, gehe ich schnurstracks ins Bett.“

Der Dicke stutzt, überlegt eine Weile – dann kommt ihm die Erleuchtung: „Jetzt weiß ich, warum ich so dick geworden bin. Wenn ich abends von der Uni nach Hause komme, schaue ich zunächst ins Bett. Da dort meist nichts Gescheites drin ist, gehe ich zum Kühlschrank.“

Anmerkung: Zur Vermeidung von Diskriminierungen können die Geschlechterrollen im Beispiel getauscht werden.


 

 


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