Gefängnis entsteht in der Nähe von Münster

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Münster – Es war kein einfacher Weg: Die Suche nach einem geeigneten Standort für eine neue Justizvollzugsanstalt Münster hat sich in den vergangenen Jahren als ausgesprochen schwierig und reich an Flops erwiesen.

Lageplan nund Luftbild der künftigen Justizvollzugsanstalt Münster – Foto: Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW hat mehrere Jahre nach einem passenden Grundstück für das Gefängnis gesucht. Ursprünglich vorgesehen Standorte waren plötzlich umstritten oder scheiterten an notwendigen Zustimmungen. Dabei drängt die Zeit. Die bisherige JVA Münster an der Gartenstraße erwies sich zusehends als für einen modernen Justizvollzug ungeeignet und das innerstädtische Gefängnisareal zu klein für eine Erweiterung.

Um dasjenige Grundstück auf dem Stadtgebiet Münsters zu finden, das sich am besten für den Bau einer neuen JVA eignet, hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW in den vergangenen Monaten eine gesamträumliche Standortanalyse durchgeführt.

Anhand einer ergebnisoffenen, systematischen und in allen Schritten nachvollziehbaren Methodik wurden alle vorhandenen Flächen, die nicht weiter als 10,5 Kilometer vom Land- und Amtsgericht Münster entfernt sind, unter justizrelevanten, regionalplanerischen, umweltfachlichen und weiteren Aspekten geprüft. Für das Grundstück, das alle Suchkriterien am besten erfüllt, hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW den Ankaufsprozess eingeleitet.Der Öffentlichkeit konnte jetzt der vorgesehene Standort und die zu planende Anstalt vorgestellt werden.

Im nächsten Planungsschritt soll auf der rund 18 Hektar großen Fläche im Kreuzungsbereich von Telgter Straße und Freckenhorster Straße am südöstlichen Stadtrand Münsters Planungsrecht für die neue JVA beantragt werden.

Außerdem können sich Bürgerinnen und Bürger bei der Anwohnerinformationsveranstaltung persönlich und vor Ort in Wolbeck über das Neubauprojekt informieren. Hierzu wird der BLB NRW in Kürze einladen. Der Termin wird über die lokalen Medien bekannt gegeben.

Das neue Gefängnis soll bis 2024 fertig gebaut sein und dann die alte Justizvollzugsanstalt in Münster ersetzen. Was dann aus den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden werden soll steht noch in den Sternen. Da es sich um ein attraktives Gelände für die Stadtentwicklung handelt, dürften schon bald Argumente für einen Abriss auftauchen. Potentielle Immobilienentwickler reiben sich bereits die Hände.

Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW / Niederlassung Münster / Hohenzollernring 80 / 48145 Münster


 

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