Münster – Kostbares aus Großmutters Zeiten gibt es am Sonntag, 27. November 2016 auf dem Antikmarkt in der Halle Münsterland zu entdecken. Dann kommen Liebhaber antiker Schätze auf Münsters Premium-Antiktreff wieder voll auf ihre Kosten, denn ein Spitzenangebot erlesener Antiquitäten und begehrter Sammlerstücke laden zu einem Besuch durch die Jahrhunderte ein.

Die Halle Münsterland sollte traditionell Gastgeber des AGRAVIS-Cup sein – Foto MCCC
Rund 65 Aussteller aus dem ganzen Bundesgebiet präsentieren in der Halle Nord kostbare Schmuck-Kollektionen, antike Möbel vom Barock bis zur Art-Deco-Zeit, altes Tafelsilber und Bestecke, Uhren, Lampen und Leuchter, Buchantiquariat, Gemälde alter und moderner Meister, alte Tischwäsche, antike Gläser, Porzellane bedeutender europäischer Manufakturen, Grafika, faszinierende Jugendstil-Objekte und vieles mehr.
Besonderes Highlight ist wieder der kostenlose Beratungs-Service von Eric M. A. Wilbois. Wilbois vom renommierten Kunst- und Auktionshaus in Münster nimmt als unabhängiger Sachverständiger das ausgewählte Stück auf Wunsch unter die Lupe und schätzt Alter, Herkunft und Beschaffenheit ein. Die Experten-Beratung wird auch von Besuchern genutzt, die ihre eigenen echten oder vermeintlichen Schätze einmal vom Fachmann bewerten lassen wollen.
Das Messe und Congress Centrum Halle Münsterland ist das Veranstaltungszentrum der Region in Münster. Es wurde 1926 gegründet und besteht heute aus der Großen Halle, drei Messehallen und dem Kongresszentrum mit diversen Sälen und Tagungsräumen. Insgesamt umfasst es rund 20.000 Quadratmeter Hallenfläche und rund 10.000 Quadratmeter Freigelände. Seit Januar 2009 firmiert die Halle Münsterland als Messe und Congress Centrum Halle Münsterland, um die Vielfalt der Veranstaltungen, die hier stattfinden, deutlicher hervorzuheben.
Alte Schätzchen in der Halle Münsterland
Die Halle Münsterland entstand ab 1925 auf dem Gelände der ehemaligen städtischen Gasanstalt im Südosten der Stadt. Neben der Stadt Münster als Bauherrin beteiligten sich die drei landwirtschaftlichen Zuchtvereinigungen Westfalens an Bau und Trägerschaft. Der moderne Gebäudekomplex war 180 Meter lang und 45 Meter breit. Über der fast 3500 Quadratmeter großen zentralen Halle, in der bis zu 6.000 Personen Platz fanden, wölbte sich in 16 Metern Höhe ein geschwungenes Holzbau-Lamellendach des Systems Zollinger. Am 17. und 18. April 1926 wurde die Halle Münsterland mit einem zweitägigen Turnier der westfälischen Reit- und Fahrvereine eröffnet. Die offiziellen Baukosten beliefen sich auf 753.000 Reichsmark.
Seit August 1939 diente die Halle Münsterland militärischen Zwecken als Verladestation für Waffen und Fahrzeuge, Pferdelazarett, Ersatzverpflegungsamt sowie zur Heeresstandortverwaltung. Veranstaltungen fanden während des Krieges nicht mehr statt. Bei mehreren schweren Bombenangriffen der Alliierten auf Münster ab 1941 wurden sämtliche Gebäude völlig zerstört.
Obwohl nach 1945 ganz Münster in Schutt und Asche lag, begann die Stadt schnell mit dem Wiederaufbau der Halle, denn die Landwirtschaft brauchte einen Ort für ihre Märkte, um die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgen zu können. 1948/1949 entstand am alten Platz die neue Halle Münsterland, die bei Messen 3000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und bei Konzerten Platz für bis zu 7.000 Personen bietet. Noch heute bildet sie als Große Halle den Kern des Messegeländes. Beim Wiederaufbau bot die münsterländische Pferdefamilie erneut große Unterstützung. Das wertvolle Holz für ihr charakteristisches, halbrundes Tonnendach in Zollingerdach-Bauweise kam aus Bayern und wurde gegen 120 Pferde der Züchter schwarz getauscht. Der Hallenboden war damals huftauglich für Pferde ausgelegt und wurde für andere Veranstaltungen mit trittfesten Bodenbelägen überdeckt. Die 1947 gegründete Halle Münsterland GmbH komplettierte das Ensemble bis 1952 mit Büros und Foyer, einer neuen Viehmarkthalle, einem Restaurant und dem Weißen Saal als Tagungsraum für 500 Personen. Die Baukosten summierten sich auf rund 2 Millionen DM. Damit war die Halle Münsterland die erste und zunächst größte wiederaufgebaute Veranstaltungshalle Deutschlands.
1950 wurde die Radrennbahn erneuert. Sie war 153 Meter lang und aus Holz gefertigt. Auf ihr fanden von 1955 bis 1988 insgesamt 33 Sechstagerennen statt. Seit den 50er-Jahren wurden die Hallengebäude immer wieder umgestaltet und erweitert, das Zollingerdach blieb derweil unverändert. Allerdings ist es inzwischen reine Zierde, denn das Hallendach wird von der Holzkonstruktion nicht mehr getragen, sondern verbirgt die umfangreichen technischen Installationen, die sich zwischen der der Konstruktion nach Zollinger und der inzwischen darüber errichteten Dachkonstruktion befinden. 1959/1960 entstand eine zweite Viehmarkthalle. Ab 1966 kamen ein größeres Foyer, Tagungs- und Büroräume dazu. 1972 begannen die Arbeiten am Konzert- und Kongresssaal, mit dem sich die Halle Münsterland in den Sparten Kultur und Tagungen weiter profilieren wollte. Zum 50-jährigen Hallen-Jubiläum im April 1976 wurde der neue Saal eröffnet, der bis zu 1000 Besuchern Platz bietet.
In den 1990er-Jahren veränderte sich das Erscheinungsbild der Halle Münsterland komplett. Die Raumkapazitäten besonders für Messen und Kongresse reichten nicht mehr aus, um im härter werdenden Wettbewerb der Veranstaltungsorte bestehen zu können. Darum kaufte die Stadt Münster 1988 für 20 Millionen DM zwei angrenzende Grundstücke zur Erweiterung des Hallengeländes. 1990 entstand ein neues Verwaltungsgebäude. 1994 stellte die Stadt insgesamt 82 Millionen DM für Renovierungen, Um- und Neubauten zur Verfügung. Kernstück war die Errichtung von drei neuen Messehallen mit insgesamt knapp 16.000 Quadratmetern Fläche. Die Messehallen Nord und Mitte wurden 1996, die Messehalle Süd 2002 eröffnet. Dazu kamen die Renovierung von Großer Halle und Nordfoyer. 2016 wurde das Kongresszentrum umfassend modernisiert. .
Das MCC Halle Münsterland hat heute rund 20.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und rund 10.000 Quadratmeter Freigelände. In der größten Halle, der Messehalle Mitte, finden bei Großveranstaltungen bis zu 11.000 Personen Platz.
Antikmarkt Halle Münsterland, www.retro-vintage-antikmarkt.de
PS: Einen Artikel zum Antikmarkt Dortmund gibt es hier














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