„Kunst hat keine Alternative“

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Westfalen – Die Mischung macht es: Die Galerie RUDIFREDLINKE in Wolbeck bei Münster präsentiert auf 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche über den Sommer bis zum 19. August ausgewählte Werke von 13 Künstlerinnen und Künstlern. Viele von ihnen leben und arbeiten in Münster. Sie sind in der Kunstszene der Westfalenmetropole gut vernetzt und bei Kennern und Sammlern bekannt. Der Titel der Ausstellung „600 Quadratmeter Kunst“.

Dirk Groß: Einer ist immer

Die Bandbreite der Stile ist weit, die künstlerischen Perspektiven sind vielseitig, und dies alles ohne dabei beliebig oder gar verwirrend zu sein. Denn die Hand des Galeristen bei der Auswahl der Werke und seine Vorlieben sind allemal zu spüren: Gezeigt werden Gemälde und Grafiken, Fotografien und Skulpturen. Vertreten sind so bekannte und arrivierte Künstlerpersönlichkeiten wie Pablo Picasso, der mexikanische Bildhauer, Maler und Modedesigner Sergio Bustamante, der in Syrien geborene Bahram Hajou, der Meisterschüler von Joseph Beuys Hartmut „Hacky“ Ritzerfeld und der aus der Ukraine stammende Alexander G. Zakharov. Von letzteren gibt es vor allem neuere Arbeiten zu sehen, teilweise werde sie hier zum ersten Male öffentlich ausgestellt.

Alexander G. Zakharov: Die verschwundene Stadt

Die künstlerischen Positionen sind einzigartig, die Handschriften der vertretenen Künstler unmittelbar zu identifizieren. Mit dem markanten und programmatischen Statement von Alexander G. Zakharov „Kunst hat keine Alternative“ könnte die Ausstellung überschrieben sein. Dies gilt in besonderer Weise auch für die neueren Arbeiten der Künstler und Talente, die es in Wolbeck zu entdecken gilt, darunter  Anne Espenkott, Theora Krummel und der Galerist Rudi Fred Linke, der in der Ausstellung mit eigenen Arbeiten vertreten ist. Ein Highlight sind die Fotografien von Rita Gabler, Gamal Kalil und Günter Steinau, die durch die Auswahl der Sujets, aber mehr noch durch Perspektiven, Lichtführung und ihre Ausschnitte beeindrucken.

Theora Krummel: Barcelona

Eine Ausstellung in der Ausstellung ist dem in Dessau geboren Künstler Dirk Groß gewidmet, der in Warendorf lebt und arbeitet. Er arbeitet sich vorzugsweise an Zyklen und Serien ab, in denen er sein Thema beinahe experimentell durchdekliniert. Die Ergebnisse sind bemerkenswert, zumal sein Thema die Verlorenheit des Menschen in einer anonymen Masse ist. Mit starken Motiven wirft er die Frage nach der Individualität des Menschen auf.

 

 

 

 

Zur Galerie:

Mitten in Wolbeck, nur einen Steinwurf weit von Münster entfernt, hat die Galerie Rudifredlinke an der Angel in einer liebevoll restaurierten Wassermühle ( Baujahr 1876) ihre Heimat gefunden. Im November letzten Jahres wurde sie aus der Taufe gehoben. Sie bietet 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf drei Etagen.

Ausstellung ganzjährig geöffnet:
Samstag und Sonntag 12.00 bis 17.00 Uhr und nach Vereinbarung

RFLG ·  Galerie Linke / Mühlendamm 1-3 / 48167 Münster
mobil 0 171 – 2 84 99 77

www.rudifredlinkegalerie.de

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