„Observations 2017“: Straßenfotografie in Iserlohn

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Iserlohn – Vom 14. bis 23. Juli findet in Iserlohn das erste Straßenfotografie-Festival statt. Das Festival trägt den Titel: “Observations 2017”. 400 Werke werden an sieben Ausstellungsorten präsentiert.

Ausstellungsort der ersten “Observations 2017” sind Luftschutzstollen

Fotograf Michael May, Museumsleiter Gerd Schäfer und Galerieleiter Rainer Danne haben bei einer Pressekonferenz im Luftschutzstollen Altstadt die Ausstellungskonzeption für das Gewölbe unterhalb der historischen Stadtmauer präsentiert. Auf einhundert eigens für dieses Projekt angefertigten Holzgestellen werden ab kommendem Freitag, 14. Juli, Arbeiten der beiden internationalen Fotografen-Kollektive FFF (Full Frontal Flash) und EyeGoBananas ausgestellt werden. Die Prints für die Ausstellung wurden den besonderen Bedingungen und Anforderungen im Stollen angepasst, sodass sie das kühle Klima mit der sehr hohen Luftfeuchtigkeit ohne Probleme überstehen.

Fotograf Michael May, Museumsleiter Gerd Schäfer und Galerieleiter Rainer Danne (v.l.) stellten den wohl ungewöhnlichsten Ausstellungsort des am 14. Juli beginnenden ersten Iserlohner Straßenfotografie-Festivals vor.

Das erste Straßenfotografie-Festival „Observations 2017“ in Iserlohn ist eine Kooperation von Städtischer Galerie, Stadtmuseum, Volkshochschule und der Fotografenvereinigung “Observe Collective”. Vom 14. bis 23. Juli werden an sieben verschiedenen Orten im Stadtgebiet Ausstellungen mit mehr als vierhundert Bildern von Fotografen, Studenten und verschiedenen Kollektiven gezeigt:

In der Städtischen Galerie wird in Kooperation mit dem Goethe Institut das von Fabian Schreyer kuratierte Projekt „VIA! Von Hamburg bis Palermo“ gezeigt, das im letzten Jahr im Museo di Roma in Trastevere und an anderen Orten in Italien ein großer Publikumserfolg war und jetzt erstmalig in Deutschland vorgestellt wird.
Im Luftschutzstollen Altstadt präsentieren sich die Kollektive „FullFrontalFlash“ und „Eyegobananas“, die zu den aktivsten und interessantesten Kollektiven der internationalenStraßenfotografie-Szene zählen.

Im Haus A in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf stellt die Gruppe „Observe Collective“ aus, die vor zwei Jahren bereits zu Gast in der Städtischen Galerie war, und in den Geschäftsräumen von Raumsilber am Theodor-Heuss-Ring und im ehemaligen Gartenatelier des Iserlohner Künstlerpaares Wilhelm Wessel und Irmgart Wessel-Zumloh an der Gartenstraße werden Studenten und Lehrer der btk – Universities of Applied Sciences of Europe aus Iserlohn ihre Festivalbeiträge zeigen. Die VHS beteiligt sich ebenso mit einer Schau von Teilnehmerarbeiten sowie weiteren Aktionen zum Thema, einer Tauschbörse und einer Wohltätigkeitsauktion. Open-air Ausstellungen entlang der Lenne-Promenade und auf dem Fritz-Kühn-Platz mit Beiträgen internationaler Wettbewerbe zu den Themen „Down by the river“ und „Under Construction“ runden das Festival ab.

Viele Fotografinnen und Fotografen aus aller Welt haben ihr Kommen zugesagt und werden das Festival so zu einem internationalen Treffpunkt der Szene machen. Die zentrale Eröffnungsveranstaltung findet am Freitag, 14. Juli, um 19 Uhr in der Städtischen Galerie Iserlohn (Theodor-Heuss-Ring 24) statt. Bereits ab 16 Uhr wird ein Sonderbus der Märkischen Verkehrsgesellschaft die Besucher des Festivals (bis 23 Uhr) im halbstündigen Takt auf einem Rundkurs zu allen Stationen fahren. „Startpunkt“ ist am Stadtbahnhof (Bussteig 2B). Das Schauspielensemble wird an diesem Tag mit einem „Walking Act“ vertreten sein. Alle Informationen zu den Veranstaltungen einschließlich der Hop-on-Hop-off-Bustour finden Interessierte auf der Homepage des Festivals www.observations2017.de

Die Straßenfotografie, die ihre ersten Blüten zu Zeiten des Surrealismus und der humanistischen Fotografie hatte, erlebt seit einigen Jahren durch spannende Aktionen, Wettbewerbe und das Internet eine einzigartige weltweite Renaissance, die Menschen zusammenführt und als Bewegung kulturelle, ethnische und geographische Grenzen überwindet. Diese Form des Austausches hat einen besonderen interkulturellen Dialog entstehen lassen, der im besten Wortsinn Brücken baut.
Fotografen sind immer noch in erster Linie Zeugen und Geschichtenerzähler. Das Leben, das sich Tag für Tag auf den Straßen dieser Welt abspielt ist lustig, traurig und im selben Moment auch völlig absurd. Die Idee vom „entscheidenden Augenblick“, dem heiligen Credo von Cartier-Bresson, hat nichts von seiner Faszination eingebüßt. Für den Bruchteil einer Sekunde Auge, Herz und Verstand auf eine Linie zu bringen, um Fotografien zu erzeugen, die das Besondere eines Augenblicks auf ebenso besondere Weise einfangen, ist nach wie vor Anspruch und Antrieb für die begeisterten Enthusiasten dieses Genres.

Fotografie ist durch das Internet mit seinen unzähligen Präsentationsmöglichkeiten, der rasenden Geschwindigkeit und den sozialen Netzwerken zu einer Art Weltsprache herangereift, die überall auf dem Globus verstanden wird und ein großes Publikum fasziniert.


 

 


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