Lüdinghausen: Leckerbissen für Liebhaber des Jazz

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Westfalen – Für Jazz-Freunde ist die Engelbert Wrobel’s Swing Society ein echtes Highlight. Es ist ein Leckerbissen für Liebhaber des Jazz der am 13. Mai um 20:00 Uhr im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen gastiert. Das Kulturamt der Stadt freut sich, das die Gruppe auf ihrer Tournee durch die Schweiz und Deutschland auch in Lüdinghausen Station macht.

Nicki Parrottga

Nicki Parrott

Engelbert Wrobel (Klarinette/Saxophon) wurde 1959 geboren und sorgte schon in seinen Kindertagen mit seinem Talent als Klarinettist in den Blaskapellen seiner Eifeler Heimat für Aufsehen, bevor er sich für den traditionellen Jazz zu interessieren begann. Parallel dazu absolvierte er ein klassisches Klarinetten-Studium. Bereits in jungen Jahren gewann „Engel“ – wie ihn seine Freunde nennen – den Preis „Jugend jazzt“, und bald darauf wurde ihm ein Platz in „Rod Mason’s Hot Five“ angeboten. Mit der „Hot Five“ sammelte er drei Jahre lang Tournee-Erfahrung in ganz Europa, bevor er dann 1989 seine eigene „Swing Society“ gründete. Wenngleich das Quintett eine völlig eigenständige Formation ist – mit ausgefeilten, von Klarinette, Gitarre und Piano dreistimmig gespielten Arrangements – stand die Band auch oft mit renommierten Gastsolisten wie z.B. Silvia Droste, Bucky Pizzarelli und Hazy Osterwald auf der Bühne.

Mittlerweile hat sich die „Swing Society“ durch zahlreiche internationale Festivalauftritte und CD-Aufnahmen eine herausragende Stellung in der europäischen Jazzszene erspielt. Darüber hinaus ist Engelbert Wrobel als Musiker auch in verschiedensten anderen Formationen aktiv, beispielsweise als „Benny Goodman“-Solist im „King of Swing Orchestra“ und spielte so im Laufe seiner Karriere bereits mit vielen Größen des Jazz. Darunter befinden sich unter anderem Louis Bellson, Doc Cheatham, Bucky Pizzarelli, Charly Antolini, Greetje Kauffeld uva. Engelbert Wrobels kraftvolles Spiel zeichnet sich durch einen vollen Sound und eine brillante Technik aus. Er ist auf über 30 CD-Produktionen zu hören.

Chris Hopkins

Chris Hopkins

Chris Hopkins (Piano) wurde 1972 in Princeton, N.J. (USA) geboren, verbrachte jedoch den Großteil seiner Jugend in Deutschland. Im Alter von 6 Jahren begann er seine erste klassische Musikausbildung und entdeckte mit 13 Jahren seine Leidenschaft für den Jazz. Sein Klavierstil wurzelt in der Tradition der Stride- und Swing- Pianisten Fats Waller, Teddy Wilson, Duke Ellington, Nat King Cole und vieler anderer Jazzpioniere, deren Stilmerkmale er sich anhand des gründlichen Studiums alter Schallplattenaufnahmen aneignete. Mittlerweile hat er die Einflüsse seiner Vorbilder zu einer eignen Sprache entwickelt und sich mit bis dato ca. 3000 Konzertauftritten weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus in der internationalen Jazz-Szene einen Namen gemacht, u.a. auch als Saxophonist und Leiter seines internationalen Quartetts Echoes of Swing, dessen CD-Album erst unlängst durch den „Hot Club de France“ mit dem begehrten „Grand Prix du Disque de Jazz“ ausgezeichnet wurde. Als Solist und Begleiter vieler Jazzstars (wie z.B. Harry „Sweets“ Edison, Clark Terry, Kenny Davern) bereiste Chris Hopkins im Laufe der letzten Jahre ganz Deutschland und Europa, die USA, Japan, Australien und sogar die Fidschi-Inseln. Neben etwa 30 weiteren CD-Produktionen legte er zusammen mit dem Tasten-Virtuosen Dick Hyman auf dem renommierten amerikanischen Jazz Label Victoria Records ein viel beachtetes Piano-Duo

Album „Teddy Wilson in 4 Hands“ vor, das im Rahmen eines Konzertes in New York präsentiert wurde und bereits verschiedene internationale Auszeichnungen erhalten hat. Besondere Höhepunkte seiner Karriere bilden seine regelmäßige Einladung als Solist auf eines der weltweit wichtigsten Festivals, die Arbors Records Jazz Party in Clearwater, Florida, so auch im Januar 2010. Darüber hinaus ist Chris Hopkins seit 2005 als Jazz-Dozent der Hochschule für Musik Köln tätig.

Nicki Parrott (Kontrabass/Vocal) wurde in Newcastle, Australien, geboren. Mit 4 Jahren bekam sie zunächst Klavierunterricht, später kam die Flöte hinzu, mit 15 Jahren wechselte sie zum Kontrabass und zog später nach Sydney, um am New South Wales Conservatorium zu studieren. Bereits zu diesem Zeitpunkt begann sie, mit namhaften australischen Musikern zu spielen. Anlässlich von Tourneen von John Clayton und Ray Brown hatte sie das Glück, Unterricht von diesen Giganten des Bassspiels zu erhalten. Sie gewann durch das Arts Council von Australien ein Stipendium, das es ihr ermöglichte, bei dem international anerkannten Bassisten Rufus Reid ein Studium in New York aufzunehmen, der ihr nicht nur den „letzten Schliff“ gab, sondern auch das nötige Selbstvertrauen, mit der New Yorker Elite anzutreten.

Einen riesigen Schritt auf der Karriereleiter machte Parrott, als sie engagiert wurde, in den Jahren 2000-2009 im Iridium Jazz Club in New York wöchentlich mit dem legendären und erst 2009 94jährig verstorbenen Gitarristen Les Paul aufzutreten, der sie auch ermunterte zu singen. So furchtlos, wie sie diese Aufgabe meisterte, so erfolgreich war sie als Mitglied der Klezmer- Formation von David Krakauer. Nicki Parrott hat auf vielen Festivals (Newport, Clearwater, Bern, Berlin, Edinburgh) gespielt und ist mit vielen Großen des Jazz zusammengetroffen, u.a. Clark Terry, Michel Legrad, Dick Hyman sowie John & Bucky Pizzarelli. Daneben trat sie in verschiedenen Broadway Shows, z. B. in „Charlie Brown“ und in „Jekyll and Hyde“ auf.

Eddi Erickson

Eddi Erickson

Nicki Parrott ist auf mehr als 30 Alben verschiedener Musikstile zu hören. Es ist nicht nur eine Freude zu sehen, wie diese zierliche Frau den gewaltigen Kontrabass händelt, sondern auch, welche Linien und welchen Swing sie dem Instrument entlockt. Für ihre beiden letzten CDs hat sie außerdem in Japan jeweils den Kritikerpreis „best vocal jazz album of 2008 and 2009“ erhalten

Eddie Erickson (Gitarre –Banjo – Vocals)wurde 1948 in San Francisco, Kalifornien, geboren. Schon mit 15 Jahren wurde er zum ersten Mal als Banjospieler in „Me’n’ Ed’s Pizza Parlor“ engagiert, jedoch trotz immensen Erfolgs bereits nach 2 Wochen entlassen, als sich herausstellte, dass Eddie nicht volljährig war. Dies konnte seinen Weg zum Profimusiker aber nicht aufhalten. Das Banjo ist bekanntlich ein wenig geliebtes Instrument bei anderen Jazzmusikern, und

über kein anderes Instrument existieren mehr Musikerwitze. Eddie Erickson gehört jedoch aufgrund seines geschmackvollen Spiels zu den wenigen Musikern, denen auch hier Respekt und Anerkennung entgegengebracht wird.

Bei Insidern wird er gerne als „Fast Eddie“ gehandelt. Auf der Gitarre ist er ein überragender Swinger der „Freddie-Green-Schule“. Seine humorvollen Gesangseinlagen, die mit schauspielerischem Talent einhergehen, machten ihn als großartigen Entertainer bekannt. Was vor allem seine Klasse im Gesang ausmacht, ist sein stets „relaxed-easy-swinging-way-of-singing“ und seine entwaffnende Natürlichkeit. Tourneen haben ihn in ganz Amerika, in

Australien, Japan und Europa bekannt gemacht. Er war u.a. in der Jerry Lewis TV-Show und der Mickey-Finn-Show zu sehen. Zusammen mit Dan Barrett und Rebecca Kilgore gründete er die Formation „BED“ (Becky, Eddie, Dan), die ihn in Jazzkreisen zum „Superstar“ gemacht hat. Eddie Erickson hat zahlreiche CDs eingespielt, seine Alben „On Easy Street“ und insbesondere „I’m Old Fashioned“ fanden große Anerkennung.

Der Eintritt kostet im Vorverkauf 15,50 Euro und an der Abendkasse 18,00 Euro. Karten sind im Kulturamt der Stadt Lüdinghausen (Zimmer: 216) oder unter 02591/926-176 erhältlich.

Stadt Lüdinghausen / Borg 2 / 59348 Lüdinghausen
www.luedinghausen.de

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