Geocaching: Mehr als 30.000 Caches in Westfalen

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Geocaching

Mit einem GPS-Gerät klappt Geocaching auch im Wald, wenn der Empfang des Smartphones schlecht ist, Foto Pixabay

Selbst einmal zum Abenteurer zu werden, ist für viele ein großer Traum. Dazu muss man heutzutage nicht mehr an ferne Orte reisen und geheime Tempel besuchen, denn dank eines Spieletrends, der sich auch in Deutschland durchgesetzt hat, kann nun jeder mit Hilfe seines Smartphones oder eines GPS-Geräts zum Schatzsammler werden. Geocaching heißt das beliebte Spiel, das mittlerweile in vielen Regionen Deutschlands verbreitet ist und gespielt werden kann. In Westfalen gibt es mittlerweile sogar über 30.000 verschiedene Caches – so werden die kleinen Schatztruhen genannt – die nur darauf warten, von motivierten Sammlern gefunden zu werden. Wie das genau funktioniert und was man in Westfalen alles erleben kann, haben wir uns genauer angesehen!

Was ist Geocaching?

Geocaching ist ein neuartiges Hobby, das sich mittlerweile weltweit durchgesetzt hat. Trotzdem gibt es immer noch viele Deutsche, denen der Begriff nichts sagt. Der Name setzt sich aus dem Wort „Geo“ und „Caching“ zusammen, wobei das erste Wort aus dem Griechischen stammt und als Erde übersetzt wird, während Caches kleine Schätze oder geheime Verstecke bezeichnen. Simpel gesagt, dreht es sich dabei um eine GPS-Schnitzeljagd, bei der Spieler kleine Boxen an unterschiedlichen Orten verstecken und dann in Foren oder Apps Hinweise auf die Fundorte geben. Meistens werden dabei ungefähre Koordinaten angegeben, die entweder mit dem Smartphone oder einem GPS-Gerät gefunden werden können. Wer im Wald unterwegs ist, wo der mobile Internetempfang manchmal fehlschlägt, ist mit einem GPS-Gerät besser beraten.

Hat man die Destination erreicht, folgt meist noch ein Rätsel, das es zu lösen gilt. Hat man das Rätsel verstanden, beschreibt die Auflösung den genauen Fundort. Jetzt ist die Suche relativ einfach und die meisten Geocacher kommen an ihr Ziel. Gefunden werden können kleine Boxen oder runde Gefäße, in denen verschiedene Objekte warten. Am wichtigsten ist das Logbuch, in das sich jeder Finder mit Namen und Datum eintragen kann. Darin sieht man außerdem, wie viele Menschen den Schatz bereits gefunden haben. Außerdem können sich darin Tauschobjekte befinden, die meistens eher sentimentalen Wert haben, als wirklich wertvoll zu sein. Nimmt man ein Objekt aus dem Cache heraus, muss man es gegen ein anderes eintauschen, damit sich auch der nächste Finder über eine Überraschung freuen darf. Die Caches können außerdem verschiedene Schwierigkeitsgrade haben und einige von ihnen brauchen eine spezielle Ausrüstung (z. B. Kletterseile, Taschenlampe oder sogar eine Tauchausrüstung). Auch eine Suche mit dem Fahrrad ist möglich. Außerdem gibt es Multi-Caches, bei denen man verschiedene Orte finden muss und bei jeder Station einen Hinweis auf die nächste erhält. Gefunden werden können die Schätze in Foren oder Apps, von denen einige kostenlos sind, andere jedoch eine Anmeldung oder ein Abonnement benötigen.

Geocaches können in Form von Boxen oder runden Behältern gefunden werden und sind gut beschriftet.

Die Faszination an Geocaching

Das abenteuerliche Spiel steht beim Geocaching an oberster Stelle. Schatzsucher kennen wir bereits aus zahlreichen Filmen, Büchern und Spielen und für viele Deutsche ist es ein großer Traum, einmal in die Fußstapfen von ihnen zu steigen. Wer hat sich bei Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes nicht auch gedacht, dass Indy einen wahren Traumberuf hat? Auch Filme wie Die Mumie oder Lara Croft: Tomb Raider lassen das Abenteurerleben richtig gut aussehen. In Videospielen können Gamer immerhin virtuell in die Rolle der Entdecker schlüpfen. In Uncharted: Drakes Schicksal durchforstet der Protagonist Nathan Drake El Dorado – oder auch „die Goldene Stadt“ genannt – einen mythologischen Ort, der im Norden Südamerikas liegen soll. Das Spiel erschien für die PlayStation 3, mittlerweile können aber alle vier Teile der Reihe auf der PlayStation 4 gespielt werden. In ähnlicher Manier wie Indiana Jones und Nathan Drake ist auch der Forscher Rich Wilde im Slotspiel Book of Dead auf einem Abenteuer und erkundet die Geheimnisse der ägyptischen Pyramiden. Das Spiel wird auf der Online-Plattform 888 Casino angeboten und kann mit Echtgeld gespielt werden. Bei der Spieleapp Pokémon Go wurden schließlich AR-Technologien eingesetzt, um Spieler aus ihren Häusern zu locken und zu waschechten Sammlern der kleinen Monster werden zu lassen. Bei Geocaching ist man nun fast gänzlich analog unterwegs. Zwar verwendet man sein Smartphone oder ein GPS-Gerät, um die Caches zu finden, die meiste Zeit verbringt man aber nicht vor dem Bildschirm, sondern bei der Suche nach echten Gegenständen in der Natur. Dadurch hat das Spiel einen zusätzlichen Vorteil, denn man kommt an die frische Luft, bewegt sich zum Teil so viel, dass es als Sporteinheit durchgeht und verbringt eine besondere Zeit mit Freunden.

GPS-Schnitzeljagd in Westfalen

Westfalen eignet sich dafür perfekt, denn man kann seine Schnitzeljagd in wunderschönen Städten oder in der wilden Natur austragen. Bei einer Auswahl von tausenden Herausforderungen hat man die Qual der Wahl! Im größten Forum für Geocaching, das mittlerweile auch über eine hervorragende App verfügt, findet man im Bundesland NRW mittlerweile über 60.000 Caches, in Westfalen sollen mehr als 30.000 davon liegen und die Zahlen steigen laufend an. Westfalen können auch selbst eigene Caches registrieren, müssen dabei aber einigen Regeln der Plattform folgen. Zuerst sollte man aber selbst mindestens 20 Schatzsuchen erfolgreich gemeistert haben, bevor man selbst zum Ersteller eines Fundortes wird. Eine genaue Anleitung dazu findet man auf der Website. Man findet außerdem eine Favoritenliste, in der man genau sehen kann, welche Herausforderungen als besonders beliebt von anderen Suchenden deklariert wurden, genauso wie eine Einstufung in Schwierigkeitsgrade. Am einfachsten beginnt man in großen Städten wie Dortmund oder Bielefeld und sieht sich den ganzen Ablauf erst einmal auf der Straße an. Später kann man auch lange Wanderungen oder andere abenteuerliche Aufgaben in Kauf nehmen, um einen Cache zu finden. Wer direkt mit einer besonders schweren Challenge beginnt, ist jedoch vielleicht schon nach dem ersten Mal frustriert, den Anfang sollten also einfache Caches machen. Und schließlich möchte man sich ja auch etwas für später aufheben!

Geocaching ist mittlerweile zum absoluten Trend in Westfalen geworden und die Möglichkeiten scheinen endlos zu sein. Das Spiel bietet eine perfekte Chance, aus dem Haus zu kommen und etwas Außergewöhnliches mit Freunden zu erleben. Alles, was man benötigt, ist ein GPS-Gerät oder ein Smartphone mit guter Verbindung und schon kann der Spaß beginnen!

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