Landesentwicklung mit starkem Westfalen

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Münster – Ländliche Regionen und Ballungsräume brauchen gleichwertige Entwicklungs-chancen. Darüber bestand Einigkeit, als Nathanael Liminski, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, den Verein Westfalen-Initiative in Münster zu einem Gedankenaustausch besuchte. Dessen Vorsitzender Dr. Peter Paziorek ging beim Gedankenaustausch über die künftige regionalpolitische Entwicklung im Lande aber noch einen Schritt weiter: „Es darf nicht wieder – wie in der Diskussion über den Landesentwicklungsplan unter der Vorgängerregierung – passieren, dass bei wesentlichen Aussagen über die raumpolitische Ordnung Nordrhein-Westfalens nicht auch auf Westfalen Bezug genommen wird“, mahnte er und fordert von der Düsseldorfer CDU/FDP-Koalition zugleich selbstbewusst: „Westfalen ist eine moderne, wirtschaftlich prosperierende und kulturell innovative Region. Sie wünscht Anerkennung und Unterstützung durch die Landesregierung sowohl in struktureller als auch in kultureller Hinsicht.“

Nathanael Liminski, Chef der NRW-Staatskanzlei, hat in der vergangenen Woche die Westfalen-Initiative in Münster besucht – Fotos: Joachim Busch

Für die Landesregierung sicherte Liminski zu, gleichwertige Lebensverhältnisse sowie Chancen in Stadt und Land zu fördern sowie die Stärken und Interessen der Ländlichen Räume nach Kräften zu unterstützen. „Es ist die Vielfalt der Regionen, die Nordrhein-Westfalen stark macht. Während die ländlichen Räume in anderen Bundesländern zu den strukturschwachen Gebieten gezählt werden, sind sie in unserem Land dynamische und innovative Wachstumstreiber. Westfalen ist dafür das beste Beispiel und eines der wirtschaftlichen Kraftzentren unseres Landes. Darauf können die Menschen hier zu Recht stolz sein“, erklärte Liminski. Er betonte in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung regionaler und interkommunaler Zusammenarbeit. Sie könne wesentlich zur regionalen Identität beitragen. Außerdem bekräftigten der Chef der Staatskanzlei und Paziorek die Bedeutung Westfalens als Heimat starker mittelständischer Unternehmen mit zahlreichen Branchen- und Weltmarktführern. Dies sei ein wesentliches Element, das die wichtige Rolle der Region für ganz NRW begründe.

Nathanael Liminski (l.) und Dr. Peter Paziorek bekräftigten die wichtige Rolle Westfalens in NRW.

Zugleich forderte Paziorek, Westfalen bei strukturpolitischen Maßnahmen als Einheit zu betrachten und deren Verflechtungen, die Verwaltungsstrukturen überschreiten, zu würdigen. Der Vorsitzende des Vereins Westfalen-Initiative plädierte vorsorglich: „Bei möglichen Förderkulissen, etwa im Zusammenhang mit dem Brexit, muss in einem gesamtwestfälischen Rahmen unter Einbeziehung des westfälischen Ruhrgebietes gedacht wer-den“. Unerlässlich sei zudem die Stützung von Netzwerken in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur über Verwaltungsgrenzen hinweg. Administrative Strukturen dürfen kein Hemmnis für die weitere Entwicklung Westfalens sein.


 

 


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