Witten: Kammermusik zum Semesterausklang

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Witten-Herdecke – Am 1., 3. und 6. Februar erklingen in der Universität Witten-Herdecke Konzerte in kleiner Besetzung, die eine Zeitreise durch die Kammermusiken vom Mittelalter bis zur Moderne ermöglichen.

Pianist Alexander Jakobidze-Gitman

Pianist Alexander Jakobidze-Gitman

Am 1. Februar machen um 19 Uhr Lara Venghaus (Sopran) und Alexander Jakobidze-Gitman (Klavier) den Auftakt mit dem Liederabend: “So lasst mich scheinen, bis ich werde”. Sie kombinieren drei Vertonungen von Literatur. Goethes Roman „Die Lehrjahre von Wilhelm Meister“ haben nämlich Franz Schubert und Hugo Wolf aufgenommen in ihre Kompositionen „Drei Lieder der Mignon“. Und in seinem „Marienleben“ nimmt Paul Hindemith einen Gedichtzyklus von Rainer Maria Rilke als Ausgangsstoff. „Es gelingt allen drei großen Meistern, den Eindruck der höchsten Reinheit und Geistigkeit zu erwecken, ohne ins Pathos zu verfallen, und gleichsam sehr modern, d.h. frisch, außergewöhnlich und überraschend zu klingen“ beschreibt der Musikwissenschaftler und Pianist Alexander Jakobidze-Gitman den Klang des Abends.

Sopranistin Lara Venghaus

Sopranistin Lara Venghaus

Am 3. Februar geht es dann ab 19:30 Uhr mit der Zeitmaschine in die Renaissance und wieder zurück in die Moderne. Luisa Klaus und Johanna Lamprecht spannen eine Klangbrücke zwischen dem 12. und 21. Jahrhundert,  indem sie alte und neue Musik für Blockflöte und Viola zusammenbringen. Die beiden jungen Musikerinnen interpretieren Solo- und Duowerke u.a. von Virgiliano, Giles, Stockhausen und Penderecki. Sie versprechen eine klangforschende Auseinandersetzung mit skizzenhaften Strukturen der Musik aus frühem Mittelalter, Renaissance und Neuzeit, ein fragiles Ausbalancieren zwischen Zentrum und Peripherie, Improvisation und strenger Notation.

Am 6. Februar dann geht es ab 19 Uhr mit Claude Debussy ins 20. Jahrhundert und nach Frankreich. „Les sons et les parfums tournent dans l ´air du soir“ – also „Klänge und Düfte erfüllen die Abendluft“ – hat der Perkussionist, Arrangeur und Komponist Michael Kiedaisch sein Projekt genannt. Der Titel stammt aus dem ersten von zwei Büchern „Préludes pour Piano“ von Claude Debussy, die hier mit seinen „Trois Chansons de Bilitis“ neu durchmischt werden. Aus einer eher kammermusikalischen Besetzung mit Elise Dabrowski (Stimme, Kontrabass), Doesjka van der Linden (Harfe), Mike Svoboda (Posaune), Matthias Stich (Klarinette, Bassklarinette), Michael Kiedaisch (Vibraphon) und Alexander Jakobidze-Gitman (Klavier) entstehen neue Möglichkeiten der freien Improvisation, die eine Brücke in unsere Zeit bauen. Ein Abend mit Musikern also, die an der Schnittstelle zwischen fixierten Noten und freier Improvisation stehen und mit instrumenteller Besetzung gerne experimentieren.

Weitere Informationen bei Alexander Jakobidze-Gitman, 02302 – 926820, Alexander.Jakobidze-Gitman@uni-wh.de

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