Bad Oeynhausen: Die Feuerzangenbowle

Print Friendly, PDF & Email

Westfalen – Ist es nur eine Schnapsidee, ein großartiger Streich oder geht es um mehr? Die Chance, etwas noch einmal und dann ganz anders machen zu können, einen Teil seines Lebens umzuschreiben oder doch zumindest der Frage nachzugehen, was wäre, wenn?

Pfeiffer mit drei f: Viele der Zeilen aus dem Roman "Die Feuerzangenbowle" sind inzwischen zu stehenden Redewendungen geworden - Fotos: Altonaer Theater

Pfeiffer mit drei f: Viele der Zeilen aus dem Roman “Die Feuerzangenbowle” sind inzwischen dank Film und Theater zu stehenden Redewendungen geworden – Fotos: Altonaer Theater

Während einer Herrenrunde erinnern sich die Freunde um den zwar noch jungen,aber erfolgreichen Schriftsteller Johannes Pfeiffer an ihre Schulzeit, an die schrulligen oder liebenswerten Lehrer, die Eigenarten der Mitschüler und die vielen kleinen und großen Geschichten, die diese Zeit ausgemacht haben. “Das Schönste im Leben”, resümiert die Herrenrunde, “war die Gymnasiastenzeit”. Doch Pfeiffer hatte Privatunterricht, war nie auf dem Pennal, kennt weder Pauker noch die Streiche, die man ihnen spielte, ist “überhaupt kein Mensch, sozusagen”.

"Nur einen wenzigen Schlock!"

“Nur einen wenzigen Schlock!”

Daraufhin fasst die Runde einen Entschluss. Die gute alte Zeit soll auferstehen und Pfeiffer soll das Versäumte nachholen. Als “Pfeiffer mit drei f” wird er in der Oberprima von Babenberg “Schöler” von Professor Crey, lernt beim Bömmel, was es mit der “Dampfmaschin´” auf sich hat und ersinnt mit seinen pubertierenden Schulkameraden Unfug aller Art.

Doch wie nicht anders zu erwarten, ewig kann er den Schein nicht wahren, denn ausgerechnet die reizende Tochter des gestrengen Herrn Direktors entflammen in ihm recht erwachsene Gefühle…

Heinrich Spoerl, der die Geschichte 1933 ersann, war Sohn des Ingenieurs und Fabrikbesitzers Johann Heinrich Spoerl, aus Düsseldorf. Von 1893 bis 1905 besuchte er die Oberrealschule am Fürstenwall in Düsseldorf-Bilk und studierte Rechtswissenschaften in Marburg, Berlin und München. Bis 1937 arbeitete er als Rechtanwalt, um dann als freier Schriftsteller nach Berlin zu ziehen und sich schließlich am Tegernsee nieder zu lassen, wo er 1955 verstarb. Er schrieb mehrere humoristische Romane, Theaterstücke und Erzählungen, die auch zum Teil verfilmt worden sind.

Die Feuerzangenbowle ist sein heute wohl bekanntestes Werk. Um die Entstehung des Werkes ranken sich verschiedene Legenden. Nach den Erinnerungen von Heinrich SpoerlsSohn Alexander war sein Vater es leid, regelmäßig von den Lehrern zum Gespräch gebeten zu werden. Schließlich hielt er Alexander dazu an, nach der Schule über seine Streiche und Verfehlungen zu berichten. Aus diesem reichen Fundus bediente sich Spoerl schließlich, als er die Feuerzangenbowle schrieb.

Der Erfolg der Bühnenfassung des Altonaer Theaters liegt darin begründet, dass sie sich eng an das Original hält und das Publikum auf diese Weise mit auf eine nostalgische Zeitreise nimmt. Spielfreude und Temporeichtum der erstklassigen Schauspielerriege ermöglichen es dem Leiter der Hamburger Kammerspiele, Axel Schneider, einen sehenswerten, zeitlosen Klassiker zu inszenieren. Situationskomik und gut herausgearbeitete Charaktere versprechen glänzende Unterhaltung und einen garantiert höchst amüsanten Theaterabend.

Das Altonaer Theater bring mit „Die Feuerzangenbowle“ einen Klassiker auf die Bühne des Theaters im Park.Regie und Textfassung von Axel Schneider. Vorstellungsdauer: 2:30 inklusive einer Pause. Bad Oeynhausen, Theater im Park. Freitag, 9.12.2015, ab 19.30 Uhr. Karten gibt es ab 17 Euro!

Tickets & weitere Informationen gibt es in der Tourist-Information im Haus des Gastes, Im Kurpark, Tel. 0 57 31 – 13 00, geöffnet montags bis freitags von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr sowie samstags von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr sowie online auf www.badoeynhausen.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Die Abendkasse ist ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn geöffnet, Tel. 0 57 31 – 13 13 80.

 

Staatsbad Bad Oeynhausen GmbH, Touristik-Information, Im Kurpark, Bad Oeynhausen

Service-Hotline: 0 57 31 – 13 00

www.badoeynhausen.de

www.facebook.com/staatsbadbadoeynhausen

Speak Your Mind

*