Leo Bögel: Malen, wozu ich mich bekenne

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Westfalen – Zum 100. Geburtstag des Essener Künstlers Leo Bögel zeigt die RUDIFREDLINKEGALERIE in Münster-Wolbeck ab 5. September: Ein kreativer Freigeist zwischen figurativer und abstrakter Malerei

Leo Bögel setzt sich mit Pablo Picasso auseinander und kommt zu einer eigenen Lösung

Leo Bögel setzt sich mit Pablo Picasso auseinander und kommt zu einer eigenen Lösung

Einmal mehr öffnet die RUDIFREDLINKEGALERIE eine Schatztruhe. Sie ist prall gefüllt mit faszinierenden Kunstwerken aus dem vergangenen Jahrhundert: Zum 100. Geburtstag des Essener Künstlers Leo Bögel zeigt die Galerie eine umfangreiche Retrospektive. Eröffnet wird die Ausstellung zur Nacht der Museen und Galerien in Münster.

Leo Bögel: Dramatische Gewitterlandschaft

Leo Bögel: Dramatische Gewitterlandschaft

Über mehrere Jahrzehnte waren die Gemälde des Essener Künstlers Leo Bögel nicht mehr öffentlich zu sehen. Sie lagerten, beinahe komplett vergessen, in einem Archiv und harren nunmehr auf ihre Entdeckung.

Leo Bögel wurde 1915 in Essen geboren. Er starb 1995 in seiner Heimatstadt. Sein lebenslanges künstlerisches Schaffen ist kaum zu überblicken. Schon als Schüler wusste er, dass er Maler werden wollte. Bis zu seinem Tod sind einige tausend Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde entstanden.

Leo Bögel: Abstrakter Expressionismus

Leo Bögel: Abstrakter Expressionismus

Einem bestimmten Stil oder gar einer Schule lässt er sich nicht zuordnen. Er war ein Suchender, der vor allem vom malerischen Ausdruck angetrieben wurde. Er sah sich selbst immer als Freigeist nur der Malerei verpflichtet. Er arbeitete je nach Thema und Sujet, ja auch nach Lust und Laune, einmal abstrakt und dann wieder figurativ.

Mit welchem Thema er sich auch immer befasst, er lotet die künstlerischen Möglichkeiten bis ins Detail aus. Er arbeitet sich in Serien ab, wechselt die Farbstimmung und findet damit den für ihn besten Ausdruck.

Leo Bögel: Informelle Experimente

Leo Bögel: Informelle Experimente

Faszinierend sind seine Aquarelle, mit denen er Landschaften in Stimmungen taucht, deren existenzialistische Botschaft er zwischen Frühlingserwachen und Gewittersturm auskostet. Seine lustvollen Aktstudien, mit schwungvollem, aber zugleich präzisem Strich zu Papier gebracht, sind ein unermüdliches Suchen nach der richtigen Pose und der optimalen Linie. Aus ihnen sprechen Sinnlichkeit, Freude und Erotik.

Leo Bögel setzt Zeichen in die Welt

Leo Bögel setzt Zeichen in die Welt

Leo Bögel Bilder verbinden sowohl der Ausdruck dramatischer Empfindung gegenüber der Natur, wie auch der Ausdruck eines Ringens um künstlerische Realisierung und Selbstverwirklichung. Bögel kommt, wie viele seiner Künstlerkollegen im Verlauf seines Lebens zu der Erkenntnis: gegenständlich und abstrakt sind nicht streng zu trennen. Es gibt nur eine Malerei, von der beides nur untergeordnete Ausrichtungen sind, wobei die innere Gliederung der abstrakten Malerei ebenso vielfältig ist wie die Gegenständliche in früheren Zeiten.

Bögel verschließt sich nicht den Strömungen seiner Zeit, filtert sie jedoch sorgfältig und kritisch, um den eigenen Stil wahren zu können. „Nach dem heutigen Stand in der Kunst könnten wir in den Ruf kommen, Traditionalisten zu sein“, sagt er einmal anlässlich einer Ausstellungseröffnung. “Ich eifere nicht einer avantgardistischen Richtung nach, sondern fühle mich verpflichtet, das zu malen und zu zeichnen, wozu ich mich innerlich bekenne”. (Dr. Jörg Bockow)

Öffnungszeiten: Sa/So von 12:00 – 17:00 Uhr

Leo Bögel zum 100. Geburtstag: Ausstellung vom 5. September bis 18. Oktober 2015

Vernissage: 5. September 2015 um 17.00 Uhr

RUDIFREDLINKEGALERIE / Mühlendamm 1-3 / 48167 Münster-Wolbeck

Telefon 0171 – 2849977

www.rudifredlinkegalerie.de

 

 

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