Lyrik und Jazz: Rühmkorfs Werk neu inszeniert

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Westfalen – „Allein ist nicht genug“- unter diesem Motto lädt das Kulturgut Haus Nottbeck am 15. Februar 2015 um 17.00 Uhr zu einer literarisch-musikalischen Soirée nach Oelde-Stromberg. In Verbindung von Text und Musik lässt Bernd Rauschenbach hier die Lyrik des deutschen Nachkriegslyrikers und „Vers-Virtuosen“ Peter Rühmkorf lebendig werden.

Zuletzt war der Dichter im Jahr 2005 zu Gast auf Haus Nottbeck, wo er in einem literarisch-musikalischen Experiment mit dem WAF-Jazz-Ensemble selbst auf der Bühne stand. - Fotos:

Zuletzt war der Dichter im Jahr 2005 zu Gast auf Haus Nottbeck, wo er in einem literarisch-musikalischen Experiment mit dem WAF-Jazz-Ensemble selbst auf der Bühne stand. – Fotos: Dirk Bodganski

Allein ist nicht genug“- das ist auch der Titel eines der Gedichte Rühmkorfs, der seine Werke selbst gern öffentlich vortrug, häufig mit musikalischer Begleitung. Zuletzt war der Dichter im Jahr 2005 zu Gast auf Haus Nottbeck, wo er in einem literarisch-musikalischen Experiment mit dem WAF-Jazz-Ensemble selbst auf der Bühne stand. Nun, zehn Jahre später, sollen seine Texte erneut in einem szenisch-musikalischen Programm erfahrbar werden. Dabei reicht das künstlerische Repertoire von einfacher Rezitation über zahlreiche Zwischenstufen wie rhythmisches Sprechen bis hin zu gesungenen Liedern. Erarbeitet wurde „Allein ist nicht genug“ von Bernd Rauschenbach in Zusammenarbeit mit dem musikalischen Leiter des Schlosstheaters Celle, Ulrich Jokiel, und dem Saxophonisten Peter Missler.

Peter Rühmkorf sprich seine Lyrik selber - Foto: Dirk Bogdanski

Peter Rühmkorf sprach 2005 seine Lyrik selber

Von Hans Magnus Enzensberger wurde er einst als „der größte lebende Vers-Virtuose Deutschlands“ gerühmt: Peter Rühmkorf zählt wohl zu den bedeutendsten deutschen Lyrikern nach 1945. Seit den fünfziger Jahren gilt er als „Inbegriff einer formvollendeten, zugleich spielerisch leichten, sehr zeitbezogenen, mitunter frechen und gern auch deftigen Lyrik“ (Lutz Hagestedt).

Seine Poesie zeichnet sich durch Vieldeutigkeit, Wortwitz und teils grotesken Humor aus, aber auch durch ihre Klangaffinität, ihre Nähe zur Musik. 1952 begann er seine Karriere bei „Zwischen den Kriegen“, einer der wichtigsten deutschen Nachkriegszeitschriften im Bereich Lyrik. Es folgten Tätigkeiten in Verlag, Rundfunk und Fernsehen sowie mehrere eigene Bücher und zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Arno-Schmidt- (1986) und der Georg-Büchner-Preis (1993). Im vergangenen Oktober wäre Rühmkorf 85 Jahre alt geworden.

Das Projekt wird von der Arno-Schmidt-Stiftung unterstützt.

Der Eintrittspreis beträgt im VVK 9 Euro (7 Euro ermäßigt) und 10 Euro (8 Euro ermäßigt) an der Abendkasse.

Kartenvorverkauf:

www.adticket.de, Ticket-Hotline (Tel. 0180-6050400)

Die Glocke – Kartenservice (Tel.: 02522-73300)

Forum Oelde (Tel.: 02522-72800)

Kulturgut Haus Nottbeck (Tel.: 02529-945590)

 

Kulturgut Öffnungszeiten Dienstag – Freitag: 14.00 – 18.00 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11.00 – 18.00 Uhr

Museum für Westfälische Literatur – Kulturgut Haus Nottbeck / Landrat-Predeick-Allee 1 / 59302 Oelde-Stromberg

www.kulturgut-nottbeck.de

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