Ostervideo 2/5: Kreuztrachten

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Westfalium-Serie: Osterbräuche in Westfalen

Teil 1/5: Struwen backen – online
Teil 2/5: Kreuztrachten – online
Teil 3/5: Ostersemmelsegnen und “Poskekrüz” – online
Teil 4/5: Krachnacht in Hallenberg – online
Teil 5/5: Osterräderlauf in Lügde – online

Der Brauch der Kreuztracht reicht zurück ins 17. Jahrhundert und ist Ausdruck der Kreuzverehrung im Christentum. Bei der Kreuztracht beten Pilger gemeinsam den Kreuzweg und begleiten dabei einen Jesusdarsteller, der ein schweres Holzkreuz trägt.

Jesus-Darsteller bei einer Kreuztracht in Rheda-Wiedenbrück
Foto: Axel Feldmann/Wikimedia Commons

In Westfalen finden in vielen Städten und Gemeinden an Karfreitag solche Kreuztrachten statt. So zum Beispiel in Delbrück, Rheda-Wiedenbrück, Gehrden (bei Brakel) und Pömbsen (bei Bad Driburg).

Unsere Kollegen vom Westfalen-Blatt haben die Kreuztrachten in Gehrden und Pömbsen im letzten Jahr filmisch festgehalten (bitte anklicken):

Im Sauerländischen Menden wird seit nunmehr 300 Jahren eine ganz besondere Kreuztracht vollzogen: Von der St.-Vincenz-Kirche geht es entlang des rund 2,5 Kilometer langen Kreuzweges durch die Stadt, vorbei an acht Stationen mit Heiligenhäuschen und Gedenksteinen, zur Kreuzkapelle auf dem Rodenberg. Dort steht das Mendener Bußkreuz, das im Jahr 1685 vom damaligen Bürgermeister Schmittmann errichtet wurde. Die Kreuzprozessionen in Menden sind einmalig, denn sie gehen zu jeder Stunde von Gründonnerstagabend um 21 Uhr bis Karsamstagmorgen um sechs Uhr zwei Nächte und einen Tag hindurch. Den Anfang am Abend des Gründonnerstag macht eine von Jugendlichen gestaltete Kreuztracht; die Anfänge dieser Jugendprozession reichen bis in das Jahr 1948 zurück.

 


 

 


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