Exponate zur Stadtgeschichte Brilons

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Westfalen – Im Juni 2011 wurde im Haus Hövener, direkt am Marktplatz, das neue Briloner Stadtmuseum eröffnet. Dort wartet eine lohnende Sammlung, die zu einer eindrucksvollen Reise durch die heimische Wirtschafts-, Sozial-, und Kulturgeschichte einlädt. Und dreimal im Jahr ist der 2007 gegründete Kunstverein Östliches Sauerland mit einer Ausstellung zu Gast.

Eines der spektakulärsten Stücke: Ein Dino Skelett. - Foto: Haus Hoevener

Eines der spektakulärsten Stücke: Ein Dino Skelett. – Foto: Haus Hövener

In dem palaisähnlichen Gebäude, seit 1816 Wohnsitz der Familie Kannegießer- Unkraut-Hövener, fand sich ein für Westfalen einmaliger, mehrere Generationen umfassender Überlieferungskomplex einer großbürgerlichen Unternehmerfamilie aus dem Sauerland. Zu dem Bestand gehören neben Mobiliar aus verschiedenen Stilepochen, Alltagshausrat, wertvollem Porzellan und Glas auch eine Ahnengalerie, eine Fachbibliothek sowie ein Wirtschafts- und Privatarchiv.

Das Haus am Markt bietet mit seiner Einrichtung nun die einmalige Möglichkeit, das Privatleben und den Arbeitsalltag der Gewerken (Unternehmer in der Montanindustrie) der Öffentlichkeit
nahezubringen – und das auf immerhin 1.150 Quadratmetern…

Exponate zur Stadtgeschichte Brilons nehmen das Untergeschoss ein. Im Mittelpunkt steht ein interaktives Stadtmodell, das in der Museumspädagogik wertvolle Dienste leistet. Das Obergeschoss ist dem Bergbau und der Erzverarbeitung vorbehalten. Natürlich werden hier auch die früheren Besitzer des Hauses gebührend gewürdigt.

Blick zurücdk: Einblick in die Arbeit einer Glockengiesserei. - Foto: Haus Hoevener

Blick zurück: Einblick in die Arbeit einer Glockengiesserei. – Foto: Haus Hövener

Unterm Dach gibt es einen Raum für Sonderausstellungen, in denne die Themen „Historische Waldnutzung“ und „Briloner Glockengießerei“ vorgestellt werden. Im Keller werden die Geologie des heimischen Raumes sowie Mineralien präsentiert und natürlich auch der wichtigste Fund – einige der insgesamt knapp 1.500 im Briloner Ortsteil Nehden entdeckten fossilen Knochen von Dinosauriern der Gattung Iguanodon, die vor etwa 120 Millionen Jahren durchs Sauerland stapften. Die Dermoplastik eines Jungtieres von etwa 2,5 Metern Länge ist ein wahrer „Hingucker“.

Das Stadtmodell macht die Entwicklung der Stadt anschaulich. - Foto: Haus Hoevener

Das Stadtmodell macht die Entwicklung der Stadt anschaulich. – Foto: Haus Hövener

Dreimal im Jahr lädt der Kunstverein Östliches Sauerland zu Ausstellungen ins Haus Hövener ein. In frischer Erinnerung ist die Ausstellung „Urbanity“ mit Arbeiten von Christian Awe, der an der Berliner Universität der Künste bei Georg Baselitz und Daniel Richter als Meisterschüler studierte, seit einigen Jahren nun selbst unterrichtet und Vorträge hält, so in Princeton, Yale und Berlin.

Awes Bilder schillern in expressiver Farbigkeit, er malt mit Sprühlack und Acrylfarbe. Ausdrucksstarke Ausstellungen wie diese bilden einen reizvollen Kontrast zum eher „trockenen“ Interieur des Hauses – und zeigen: Das Haus Hövener ist ein lebendiger Treffpunkt für Kunst- und Kulturfreunde aus der Region.

Öffnungszeiten: Von Di bis von  So 11.00 – 17.00 Uhr

Museum Haus Hövener /Am Markt 14 / 59929 Brilon
Telefon 02961 – 963-9901
www.haus-hoevener.de
 
Kunstverein Östliches Sauerland / An der Lanfert 5b / 59929 Brilon
www.kunstverein-oestliches-sauerland.de

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