Auf den Spuren der Zeit

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Westfalen – Das Frederik Köster Quartett, den Gewinner des Westfalen-Jazz-Preises 2013 kann man am 22. Februar um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm live erleben.

Die Zeit ist zweifelsohne eines der erstaunlichsten Phänomene unserer Welt, wir messen sie, teilen sie ein – und können sie doch nicht festhalten.

122749PAuch der Trompeter Frederik Köster, einer der profiliertesten Vertreter der jungen Jazzgeneration, ist von ihr fasziniert. Nicht umsonst tragen seine Alben Namen wie “Constantly Moving” oder “Zeichen der Zeit” und jetzt das jüngste Werk “Momentaufnahme”. Zeit ist kostbar, gerade für jemanden, der nie stillzustehen scheint und auf “vielen Hochzeiten tanzt”. Köster selbst sagt: “(…) Gerade im Augenblick fühle ich mich angetrieben, etwas zu sagen, solange ich noch jung bin. Ich möchte so viel wie möglich in die Tat umsetzen, mich in neuen Umgebungen beweisen, mit Musikern spielen, die ich schon immer gut fand. Auf der faulen Haut liege ich jedenfalls kaum.”

122748PFrederik Köster, geboren 1977 im sauerländischen Olsberg, stammt aus einer Musikerfamilie. Zunächst studierte er in Detmold Schulmusik, später in Köln Jazz-Trompete und Jazz-Komposition/Arrangement. 2001 bis 2005 war er Mitglied im BuJazzO unter der Leitung von Peter Herbolzheimer, hier konnte er sich schon als Solist, Komponist und Arrangeur beweisen. Seit 2007 ist er Professor für Jazz-Trompete am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück.

Köster ist weit entfernt vom “traditionellen Weltbild des Jazztrompeters”, er überrascht mit breitem Klangspektrum, ist experimentierfreudig und lässt sich in keine Schublade pressen. Und er kommt an, beim Publikum wie der Kritik: 2006 gewinnt er beim Jazz Hoeilaart International Contest in Belgien den Solistenpreis, 2009 mit seinem Quartett den Neuen Deutschen Jazzpreis und parallel wiederum den Solistenpreis, 2010 gab es den Echo Jazz in der Kategorie Instrumentalist des Jahres national sowie den WDR Jazzpreis und erst Anfang 2013 den Westfalen-Jazz-Preis.

Auch bei seinen Musikerkollegen ist Köster beliebt, die Liste seiner Bühnenpartner ist lang und enthält Jazzgrößen wie Phil Woods, Albert Mangelsdorff, Ack van Rooyen und Lalo Schifrin ebenso wie Popmusiker à la Nina Hagen und Sportfreunde Stiller oder große Big Bands wie das Cologne Contemporary Orchestra und die WDR Big Band.

2003 gründete Köster sein Quartett, dass, wie er selbst sagt “jeden Tag anders klingt”. Das aktuelle Album “Momentaufnahme” (2011) beleuchtet wie ein Blitzlicht den zeitgenössischen Stil der Musik: Da mischen sich Jazz-Konzepte von Coltrane bis Dave Douglas mit der Reich’schen Minimal Music, Messiaen’schen Modi, rhythmischer Energie von Heavy Metal bis Rock und erzählerischen Songwriting-Qualitäten von den Beatles bis Nirvana.

Am Freitag, 22. Februar, stöbern Köster und seine musikalischen Mitstreiter um 20 Uhr im Kurhaus Bad Hamm in der reichen Schatztruhe der Hörerfahrungen junger Musiker – und das klingt verdammt gut. Man hört, dass die Vier schon lange intensiv zusammenarbeiten, mittlerweile zählt jeder einzelne zu den bedeutendsten Vertretern der jungen Generation.

Gitarrist Tobias Hoffmann begann als Autodidakt, heute schafft er einzigartige Klangwelten aus verschiedensten Komponenten, Jazz, Blues, Rock und Surf verschmelzen oder kontrastieren gekonnt. Bassist Robert Landfermann (WDR-Jazzpreis-Träger 2009) studierte in Köln und Bonn und ist international gefragt, arbeitete bereits mit Wolfgang Haffner, Joachim Kühn, Django Bates, Charlie Mariano und Pablo Held. Schlagzeuger Ralf Gessler studierte in Köln, ist geschätzter Gast auf Festivals im In- und Ausland und hat bereits mit verschiedensten Formationen Preise errungen.

Kurhaus Hamm / Ostenallee 87  / 59071 Hamm

 


 

 


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