Fünf Ausstellungen zum Jubiläum

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Westfalen – Mit fünf Ausstellungen feiert die Sammlung Rheingold in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Den Auftakt bildete die Ausstellung „Orchesterwechsel“ in Schloss Dyck. Sie ist bis zum 28. Oktober 2012 zu sehen.

Haegue Yang: A Crated Emergency Route: Escaping and Locking, 2012 und Non – Indépliable, la tour verte, 2010 – Foto: Egbert Trogemann

Ein Seil ist über die Gräfte vor dem Hochschloss gespannt. Daran hängt ein Spazierstock und ‚zeichnet’ Spuren auf die Wasseroberfläche: Schon vor dem Schlossgebäude stimmt die kinetische Wasserskulptur von Roman Signer die Besucher auf den spannenden Dialog aktueller Gegenwartskunst mit dem historischen Schlossbau ein. Zum fünften Mal zeigt die Sammlung Rheingold Werke zeitgenössischer Kunst in Schloss Dyck. Dieses Jahr kommt der Ausstellung eine besondere Bedeutung zu: Sie bildete den Auftakt einer Reihe von insgesamt fünf Ausstellungen an verschiedenen Standorten im Rheinland, mit denen die Sammlung Rheingold ihr Jubiläum begeht.

Sechs Sammler haben sich vor zehn Jahren zusammengeschlossen, um in enger Kooperation mit Museen und Ausstellungshäusern im Rheinland mehrmals pro Jahr Werkgruppen zeitgenössischer Künstler zu erwerben – auch mit dem Ziel, das Rheinland als bedeutenden Kunststandort nachhaltig zu unterstützen und die rheinische Kunstszene zu fördern. Die aktuelle Ausstellung in Schloss Dyck verdankt ihren Namen „Orchesterwechsel“ jedoch der Tatsache, dass die zwölf Künstler nicht in der Sammlung Rheingold vertreten sind und diese um den Aspekt des Gastspiels erweitern.

Friedrich Kunath: The tear will love us apart, 2011 – Foto: Egbert Trogemann

Ernst Caramelle bespielt mit sieben abstrakten Gemälden den Historischen Festsaal, während Kate Davis zwei Räume weiter den Anschlag der Frauenrechtlerin Mary Richardson auf ein Gemälde von Diego Velázquez thematisiert. Friedrich Kunath ist gleich mit zwei Installationen vertreten. In der Galerie im Obergeschoss macht Haegue Yang Alltagsgegenstände neu erfahrbar, indem sie sie in ungewohnter Umgebung platziert. Zusammengestellt wurde die Ausstellung unter anderem von Gregor Jansen, dem Direktor der Kunsthalle Düsseldorf, der auch die aktuelle Rheingold-Ausstellung in seinem Haus am Grabbeplatz kuratiert hat.

Während die Ausstellung in Schloss Dyck am 28. Oktober 2012 schließt, eröffnen die anderen Ausstellungen anlässlich des Jubiläums am letzten Wochenende im September: Die „Best-of“-Show in der Kunsthalle Düsseldorf sowie weitere Ausstellungen im Museum Ludwig, Köln und im Museum Abteiberg, Mönchengladbach. Ihnen folgt am 7. Oktober das Museum für Gegenwartskunst in Siegen.

Die Ausstellung im Hochschloss von Schloss Dyck ist an Wochenenden und Feiertagen von 12 bis 18 Uhr sowie dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Besuch der Ausstellung ist im Parkeintritt enthalten. Erwachsene zahlen acht Euro, ermäßigt fünf Euro Eintritt, Kinder zwischen 7 und 16 Jahren einen Euro Parkeintritt. Für Kinder unter 7 Jahren ist der Eintritt frei.

Stiftung Schloss Dyck / Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur / 41363 Jüchen
Telefon 02182 – 824 0
www.stiftung-schloss-dyck.de

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