Ein berührender Blick auf Afrika

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Westfalen – Der Kunstverein Arnsberg präsentiert bis zum 11. November  „Fünf Wolken“, eine Einzelausstellung von Alfredo Jaar. Die Ausstellung in Arnsberg folgt einer umfassenden Retrospektive in drei Institutionen in Berlin: Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlinische Galerie und Alte Nationalgalerie. In Arnsberg fokussiert sich die Präsentation auf seine Afrika-Filme und beginnt mit einem Künstlergespräch.

Foto: Alfredo-Jaar

Das Gespräch und die Begegnung, das Leid und die Hoffnung der Menschen sind der Ausgangspunkt der Arbeit von Alfredo Jaar. Seine Position gilt als hochpolitisch, im Umfeld engagiert, ist aber vor allem menschlich: In jeder seiner Arbeiten steht der menschliche Aspekt im Vordergrund. Das Berührende in seinen komplexen und vielschichtigen Projekten lässt sich jedoch nicht mittels eines Themas oder eines Mediums definieren. Vielmehr erhält er sich die Freiheit, auf Fragen der Zeit mit allen erlaubten und unerlaubten Mittel zu reagieren. Seine „Ästhetik des Widerstands“ hat eine breite Palette an Ausdrucksmitteln, die uns mit den Verhältnissen von Ethik und Ästhetik, Worten und Taten, Not und Mut konfrontiert.

Foto: Alfredo Jaar

Jaars Arbeiten beziehen sich auf eine konkrete Realität und sind sein Kampf gegen Gleichgültigkeit und das Vergessen. Mit zahlreichen Ausstellungen, Aktionen und Vorträgen weltweit setzt er konsequent seine Mission fort. Jeder Besucher wird Zeuge und trägt damit die Verantwortung weiter, von Mensch zu Mensch. Die künstlerische Verarbeitung hochsensibler Themen führt zu Erfahrungen und Emotionen, die unsere Wahrnehmung der Realität schärfen und nach Lösungen suchen.

Geboren 1956 in Santiago de Chile, lebt Alfredo Jaar seit 1982 in New York. Seine Position ist von zahlreichen Ausstellungen bekannt, u.a. documenta (1987, 2002) sowie die Biennalen von Venedig (1986, 2007, 2009, 2013), Sao Paulo (1987, 1989, 2010), Sydney (1990), Istanbul (1995), Kwangju (1995, 2000), Johannesburg (1997), Sevilla (2006) und Liverpool (2010).

Die fünf Filme in Arnsberg:
„Embrace“ 1995 (Ruanda)
„Muxima“ 2005 (Angola)
„Kigali“ 2010 (Ruanda)
„Hope“ 2010 (Südafrika)
„The Sound of Silence“ 2010 (Südafrika)

Die Ausstellung wird mit der freundlichen Unterstützung des RealismusStudios der NGBK, Berlin, realisiert.

Kunstverein Arnsberg e.V. / Königstr. 24 / 59821 Arnsberg
Telefon 02931 – 2 11 22
www.kunstverein-arnsberg.de

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