Schabernack im Zoo

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Westfalen – Nur im Zoo leben so viele Tiere auf einem Fleck wie hier. Und eine nette „Pflegerin“ gibt es obendrauf. Für ihre Sonderausstellung „Besuch im Zoo“ zum 15. Geburtstag des Spielzeugmuseums hat Museumsleiterin Eva Gutersohn all ihre Stofftiere in Szene gesetzt.

Sonderausstellung im Spielzeugmuseum Max und Moritz: Schabernack im Zoo – Fotos: max-u-moritz.de / andresen-presseservice

Mit viel Liebe zum Detail wurden Bären, Elefanten, Affen aber auch Eisbären ins rechte Licht gerückt.  Das Gestaltungskonzept hatte die Museumsinhaberin schon lange in ihrem Kopf ausgetüftelt. So musste es nur noch in die Tat umgesetzt werden. „Die Ausstellung sollte sich auf jeden Fall an den Geburtstag von Max und Moritz anlehnen“, erzählt Eva Gutersohn. So sei ihr die Idee mit dem Zoobesuch gekommen. Die Geschichte dazu schrieb sie ebenfalls selbst, wie immer.

Klassiker der Kinderbücher

„Buschiade“ nannte man früher solche Erzählungen, die den Knittelversen von Wilhelm Busch nachempfunden waren. Und darum geht es in Eva Gutersohns „Buschiade“: Onkel Fritz schickt Max und Moritz in den Zoo, weil er etwas Ruhe vor ihnen braucht. Dort ärgern sie die Tiere und bekommen von ihnen ihr Fett weg. Zum Schluss schubst ein Eisbär die Lausbuben in einen Wassergraben.

„Während der Geschichte hat man Muße genug, sich die Tiere anzuschauen“, findet Eva Gutersohn. Gleichwohl ist die Ausstellung eine kleine Zeitreise ins 20. Jahrhundert: „Früher gingen die Bären auf allen Vieren“, berichtet sie. „Erst ab 1902 gab es Bären mit fünf Gelenken.“

Max und Moritz in allen Lebenslagen

Die Firma Steiff, die kurz vor dem Bankrott stand, habe 3.000 sitzende Bären für einen Amerikaner produziert. Sie wurden nach dem damaligen Präsidenten Theodore Roosevelt „Teddy“ benannt und ließen die Kassen der Firma klingeln, die sich damit rettete und später zu Weltruhm gelangte.

In ihren Glasvitrinen können Klein und Groß zudem einen Blick auf die große Max-und-Moritz-Sammlung erhaschen. „Sie waren der Renner“, weiß die Liebhaberin und Sammlerin von Antikem. Viele Hersteller wollten von dieser Beliebtheit profitieren und produzierten Figuren, Puppen, Spardosen, Kerzen, Glanzbilder, Postkarten, Weihnachtssterne, Kasperlepuppen und ähnliches. Bis heute findet man die zwei Bengel in den Regalen von Spielzeugwaren-Geschäften.

Die Sonderausstellung ist bis Mitte Oktober zu sehen, außer zur Rheder Kirmes am letzten August-Wochenende; dann lassen Max und Moritz die Türen verschlossen.

Das Spielzeugmuseum hat dienstags bis donnerstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Spielzeugmuseum Rhede / Auf der Kirchwiese 1 / 46414 Rhede
Telefon 028 72 – 98 10 12
www.max-u-moritz.de

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