Bauern im Lande sind fleissig

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Westfalen – Die Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist und bleibt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Dies zeigen nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Berechnungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg, das stellvertretend seit Jahren die Leistungskraft der Landwirtschaft in Deutschland im Rahmen der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung ermittelt. Danach betrug der Produktionswert zu Erzeugerpreisen im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2010 knapp unter 6,2 Milliarden Euro, wobei speziell im Jahr 2008 mit 6,68 Milliarden Euro eine sehr hohe Leistung erzielt wurde.

Landwirtschaft Westfalen

Foto: Landwirtschaftskammer NRW

Der Produktionswert erfasst sämtliche Verkäufe pflanzlicher und tierischer Produktion zu Nettopreisen. Innerbetrieblicher Verbrauch, Bestandsveränderungen, Lohnarbeiten und auch Nebentätigkeiten, wie Urlaub auf dem Bauernhof, werden ebenfalls berücksichtigt. Etwa die Hälfte des Gesamtproduktionswertes kam mit 3,19 Milliarden Euro aus der tierischen Erzeugung, der Anteil der Pflanzenproduktion betrug im Durchschnitt der drei Jahre 45,6 Prozent.

Bei einem Anteil von fast einem Viertel stellte die Schweinehaltung den umsatzstärksten Produktionsanteil in NRW, gefolgt von der Milcherzeugung mit knapp 14 Prozent. An dritter Stelle stand der klassische Ackerbau mit Getreide und Ölfrüchten, der einen Anteil von 12,9 Prozent aufwies. Blumen, Zierpflanzen und Baumschulen brachten es auf 13 Prozent. Bundesweit liegt NRW damit weit vorn, 60 Prozent aller in Deutschland erzeugten Produkte in diesem Bereich kommen aus Nordrhein-Westfalen. Obst und Gemüse kamen mit etwa 382 Millionen Euro auf  6 Prozent. Die Rindfleischproduktion hatte einen Anteil von 6,7 Prozent im Durchschnitt der drei Jahre.

Probeabo bestellen - Sommer 2012Gemessen am gesamtdeutschen Produktionswert in Höhe von 46,7 Milliarden Euro im dreijährigen Vergleich lag Nordrhein-Westfalen mit 13,4 Prozent auf Platz 3 unter den Bundesländern. Niedersachsen als stärkstes Agrarland mit 9,65 Milliarden Euro stellt 20,6 Prozent Anteil, dicht gefolgt von Bayern mit 9 Milliarden Euro und 19,4 Prozent Anteil. Auf Rang vier liegt Baden-Württemberg mit 4 Milliarden vor Schleswig-Holstein mit 3,1 Milliarden Euro. Gemessen an der Flächenproduktivität steht das Rheinland aufgrund seiner Sonderkulturen, wie Blumen, Zierpflanzen, Obst und Gemüse, mit 4 580 Euro Umsatz je Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche bundesweit unangefochten auf Platz 1 im Jahr 2010.

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen /Siebengebirgsstraße 200 / 53229 Bonn

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