Blumen motivieren zu wundersamen Begegnungen

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Westfalen – Die Arbeitsweise und der Blickwinkel könnten unterschiedlicher kaum sein, Sujets und Motive sind indes identisch. Wenn Uwe Ehrgruber und Gertrud Neuhaus sich treffen, dann malen sie. Die Ergebnisse zeigt die dst.galerie in Münster unter dem kryptischen Titel “Doris Green”.

Westfalen Münster

Ansicht der Galerieausstellung

Der Maler Uwe Ehrngruber und die Rauminstallationskünstlerin Gertrud Neuhaus treffen sich seit nunmehr fast zwei Jahren regelmäßig um Blumenstillleben zu malen. Die beiden Künstler kennen und schätzen sich ungeachtet ihrer unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksform seit Studientagen. Mit ihren gemeinsamen Treffen haben sie nun die Begegnung als künstlerischen Impuls für sich institutionalisiert. Dabei führte sowohl eine Faszination für florale Strukturen und Interieurs, als auch der Wunsch nach inhaltlicher Offenheit, zur Wahl des vermeintlich unzeitgemäßen Sujets.

Galerie Westfalen

Gemälde von Gertrud Neuhaus

Mit der Präsentation “Doris Green” werden die Ergebnisse dieser wundersamen Konstellation erstmals in einem Ausstellungskontext gezeigt. Zu sehen ist eine Auswahl sehr unterschiedlicher Malerei. Ehrngrubers kleinformatige Arbeiten sind gekennzeichnet durch seine Perfektion in der Ausführung und die Präzision im Bildaufbau. Mit engem Farbspektrum, gedeckten Tönen und ruhigen Kompositionen lässt er Bilder von feinnerviger Strenge entstehen.

Neuhaus’ Mittelformate auf Papier sind freimütiger, kontrastreicher und von intuitiver Pinselführung geprägt. Sie hält durch den Gegensatz der gestisch-spontanen Dynamik ihrer Malerei und der Statik des Sujets in ihren Werken eine ambivalente Spannung aufrecht.

Galerie Münster Westfalen

Gemälde von Uwe Ehrgruber

Die formal auseinanderstrebenden Arbeiten der beiden Künstler gewinnen in der Ausstellung ihren Einklang durch den Rückgriff auf dieselben (Blumentopf) Vorlagen. Einzelne Motive, z.B. eine pastisfarbene, bikonkav schlanke Vase, tauchen immer wieder in verschiedenen Kompositionen auf.

Ausgehend von zwölf dunklen floralen Studien im DIN A3 Format, die als Block gehängt eine ganz eigene Bildmacht entfalten, enthüllt sich in den Galerieräumen eine fast didaktisch anmutende Stilllebenvielfalt.

Die Ausstellung ist bis zum 25. August in den Räumen der dst.galerie in Münster zu sehen.
Geöffnet Di. bis Sa. von 11 bis 18 Uhr

dst.galerie / Hüfferstr. 18 / 48149 Münster
www.dst-galerie.de

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