Ein Raunen im Wald

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Westfalen – Ob per Buntstift, Mischtechnik oder Holzschnitt – die neuen Arbeiten von Richard Helbin sind expressiv und voller Eruptionen wie das Bild des explodierenden und feuerspeiende Vulkans. Hier geht es dem Künstler ganz offensichtlich vor allem um pure Emotion und die Suche nach dem adäquaten Ausdruck.
In seiner zweiten Einzelausstellung in der dst.galerie Münster mit dem Titel „Neu und toll“ bearbeitet Richard Helbin den Mythos deutscher Wald. Die Zeiten des röhrenden Hirsches vor dem Matterhorn oder vergleichbaren Ikonen einst typisch deutscher Gemütlichkeit und Wohnzimmerseligkeit sind längst dahin: Landschaft wird hier aufgeladen.

Richard Helbin o.T. 2012 Arbeit mit Buntstift auf Papier, 150 x 130 cm

Großformatige Holzschnitte und Buntstiftzeichnungen schwellen vor Pathos, aber nicht in Unschuld. Durch überhöhende Verfremdungselemente laufen seine Landschaften niemals Gefahr süßlich und trivial daher zu kommen, sondern scheinen immer in undefinierte Abgründe zu deuten.
Das setzt sich fort in den seriell entstandenen, kleinformatigen Zeichnungen, die eine Affinität des Künstlers zur Märchentradition keinesfalls leugnen. Immer aber bedient er sich in seinen Arbeiten einer eigenen Ikonografie und schafft es, traditionelle Genres und Techniken zeitgenössisch erstrahlen zu lassen – neu und toll eben.

Richard Helbin o.T. 2012 - Arbeit mit Buntstift auf Papier, 130 x 150 cm

Richard Helbin wurde 1980 in Kattowitz | PL geboren. Von 2002 studiert er an der FH Münster mit dem Schwerpunkt Freie Graphik. Im Jahr 2006 bekommt er ein Stipendium der Aldegrever Gesellschaft Münster. 2007 legt er sein Diplom bei Prof. Troschke und Prof.in Rauschenbusch ab, um anschließend ab 2008 ein Studium an der Kunstakademie Münster bei Daniele Buetti zu beginnen. Seit 2010 studiert Richard Helbin an der Kunstakademie Düsseldorf.

 

 

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