Pina Bausch auf Fotos – Ausstellung

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Lüdinghausen – Pina Bausch prägte die deutsche Tanzlandschaft wie keine andere Choreographin ihrer Epoche. Matthias Zölle hat sie und das Wuppertaler Tanztheater seit 1997 in Intervallen photographiert und zeigt nun seinen ganz persönlichen Blick auf das Werk der 2009 verstorbenen Künstlerin: Die Ausstellung „Späte Liebe“ in der Burg Vischering belegt  eindrucksvoll, dass Zölle kein Chronist, sondern vielmehr ein kongenialer Künstler ist: „Er nutzt die Formenvielfalt von Bauschs Tanzsprache, um daraus seine eigene Kunst zu schaffen, die Kunst der Tanzphotographie“, berichtet Christine Sörries, Leiterin der Kulturabteilung des Kreises Coesfeld.

Pina Bausch

Foto: „Nefés – Frau in Rot“ (Copyright: Matthias Zölle/VG Bild Kunst 2012)

Noch zweimal bietet Tanzphotograph Matthias Zölle intensive und persönliche Einblicke in sein Schaffen: Am 24. Mai und am Pfingstsonntag (27. Mai 2012) führt der Künstler jeweils um 15.00 Uhr durch seine Ausstellung. Die Ausstellung wird bis zum 24. Juni 2012 im Kulturzentrum des Kreises Coesfeld gezeigt. Die Teilnahme an den Führungen mit Matthias Zölle kostet pro Person 3,00 Euro – zuzüglich zum regulären Museumseintritt.

Zölle, der in Münster lebt und arbeitet, setzt sich bereits seit 1977 mit der Photographie auseinander. Über seine Arbeit sagt der 1959 geborene Künstler selbst: „Den sinnlichen Eindruck des Tanzes als Erinnerung aus seiner zeitlichen Begrenzung zu lösen und ihn als bewegte Vergänglichkeit – genannt Tanz – mit der papierenen Ewigkeit – genannt Photo – in der Kunst des Augenblicks zu verbinden, das ist Tanzphotographie.“

Photographiert hat Zölle alle wichtigen Choreographien des zeitgenössischen Tanzes von Pina Bausch, Sasha Waltz und Daniel Goldin über Wim Vandekeybus und Anne Teresa De Keersmaeker bis hin zu Xavier Le Roy.

Pina Bausch

Foto: Danzón – ein Stück von Pina Bausch (Copyright: Matthias Zölle / VG Bild Kunst 2012)

Zölles Bilder wurden in Publikationen wie SPIEGEL, Stern, FAZ, Elle oder Vogue und vielfach auch in Büchern veröffentlicht. Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, in Florenz, Zürich, Singapur und St. Petersburg, Kigali (Ruanda) und zahlreichen Städten Deutschlands haben ihn als Tanzphotographen bekannt gemacht. Zölle definiert sich als zeitgenössischen Photographen, der „bewusst sein Umfeld spiegelt, angetrieben von der unbändigen Neugier am Menschen und seinen Emotionen und Handlungen“.

Die Westdeutsche Zeitung schrieb 2003 über Zölle Ausstellung „Im Augenblick“: „Er ist ein Meisterphotograph des Tanztheaters. Es ist frappierend, wie nahezu perfekt der Photograph den treffenden Moment, den Sprung, die Ausdrucksgeste, die sprechende Bewegung in fast inszeniert wirkenden Ausschnitten einfängt.“ Auch Christine Sörries hält fest, dass Zölles Bilder fein komponiert, jedoch stets authentisch sind.

www.burg-vischering.de

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