Körperteile in der Landschaft

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Westfalen – „Bis heute beschäftigt mich der menschliche Körper als bildgebendes Medium – demgegenüber Architektur als Zeichen für das menschliche Maß“ – sagt der münsterische Künstler Stefan Rosendahl. Seine Objekte betonen die Einzigartigkeit des menschlichen Körpers, indem er seine biometrischen Daten auf die Werke überträgt. Unter dem Titel „Ausgeformt“ zeigt der Kulturkreis Everswinkel vom 13. Mai bis zum 24. Juni elf Arbeiten von Stefan Rosendahl im öffentlichen Raum.

Foto: Kulturkreis Everswinkel

Am Anfang seiner Schaffenszeit standen Lehre und Gesellenzeit als Steinbildhauer in einer Bausteinmetzfirma. Davon sieht er den heutigen Stand seiner künstlerischen Arbeit wesentlich beeinflusst. Vor über 20 Jahren begann die intensive Auseinandersetzung mit dem Material Stein und dem, worin dieser später seinen Platz finden wird, dem Bauwerk. Die Schaffenszeit seit 1995 als freier Bildhauer und später die darauf folgenden drei Jahre an der Hochschule für Künste Bremen waren klassisch geprägt: auf die menschliche Figur und die Materialien Stein, Bronze, Holz. Später in Marseille verwandelten sich Motiv und Material dann zu einer neuen Vorstellung von Körper und Raum. Was vorher fester Bestandteil einer Figur war, wird nun mit Hilfe von Schablonen, die Rosendahl seinem Körper abnimmt, aufgelöst. Durch die Projektion dieser biometrischen Daten entstehen anthropo-metrische Objekte und Druckgrafiken.

 Mit der Ausstellung will der Kulturkreis Everswinkel den Menschen erneut Wege zur Kunst zeigen, und das im wörtlichen Sinne! Eingebettet in das Dorf und die münsterländische Parklandschaft wird der Besucher durch die Ausstellung geführt, entlang der großformatigen farbigen Plastiken von Stefan Rosendahl  – zu Fuß oder per Rad. Die Kunstwerke bereichern Fassaden, Kirchen und die freie Natur.

Alle Informationen auch im Internet unter www.kulturkreis-everswinkel.de

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