Höhle wird zur spektakulären Galerie

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Westfalen – In Ennepetal findet die Höhlenkunst-STARKE ORTE 2012 vom 27. April  bis 3. Juni in der Kluterthöhle statt. 54 Künstler des Netzwerkes STARKE ORTE  hatten sich zur Teilnahme angemeldet. Hiervon wurden im Februar durch eine Fachjury 20 Künstler mit speziell für die Höhle erschaffenen Objekten ausgewählt.

Foto: Kunstraum-EN

Der KUNSTRAUM-EN will mit seinen beiden Kooperationspartnern mehr als nur eine Ausstellung für zeitgenössische Kunst organisieren. Wobei allein die reine Kunstausstellung es für sich schon in sich hat, haben sich doch 20 Künstler aus der gesamten Metropole Ruhr in der Höhle zusammen gefunden. Drei Nachwuchskünstlergruppen aus den Schulen des EN-Kreises werden das erste mal Ausstellungsluft schnuppern.

Künstler außerhalb der Bundesrepublik Deutschland haben sich in die Künstler Vereinsregister der STARKEN ORTE Vereine eingetragen, damit hat die Metropole Ruhr ihre Anziehungskraft wohl bewiesen. Was als Netzwerk für besonders starke Orte in der Metropole Ruhr begann, zieht nunmehr größere Kreise.

Foto: Kunstraum-EN

„Kontraste“ heißt das Thema der zehnten Höhlenkunst Ausstellung. 23 Exponate befinden sich auf einem Weg in der Höhle. Das geht von Licht-, Video-, Projekt-, Konzeptkunst bis hin zur Malerei. Diese Ausstellung könnte nicht spannender, inspirierender, aufregender aber auch anregender sein. Neben dem Abweisenden der Naturhöhle gegenüber dem zivilisierten Menschen bilden die Exponate der 20 plus drei Künstler einen packenden Kontrast.

Die Höhle wird zur Galerie ohne Grenzen. Es wird ein Erlebnisraum in der die Künstler ihre Geschichten erzählen, die einen packen und mitnehmen. So hinterfragt der Künstler Johann-Peter Müller-Ante kritisch mit seiner Installation „Mila“ den Umgang mit unserer Umwelt im Zusammenhang mit der Lagerung von Atommüll in der Schachtanlage Asse. Da wird ein Menschenleben ins Verhältnis mit der Höhle aber auch der Halbwertzeit der Atomstrahlung gesetzt. Was sind die Abermillionen Jahre gegen die paar Jahre eines Menschen? Aktuell hält das ehemalige Salzbergwerk in Niedersachsen nicht das was es verspricht und muss geräumt werden. Hier zeigt sich Kunst in der sie das politische Geschehen verarbeitet.

Foto: Kunstraum-EN

Natacha Dimovska aus Belgien mit „Remembering“ bringt uns das Verwobene der menschlichen Lebenswelt näher. Für sie ist die Höhle der Mutterleib in dem wir Menschen
jetzt ohne Nabelschnur noch einmal im Inneren des Mutterleibs sein dürfen und erleben können. Ein Schutzraum der uns allen Schutz bringt. Oder Ilse Hilpert, die uns mit ihrem Werk „Spanner UNTERwegs“ das Spannende der Höhle aufzeigt. Da lauert es unter jedem Höhlenvorsprung in Ecken, Senken und Ritzen und wartet nur auf einen Kontakt. Man spürt das prickelnde, reißende, wenn die Phantasie das kribbeln, rascheln und knistern der Spanner wahr nehmen will.

Lisy Lyskava wird gegen Ende Mai einen Videofilm drehen, bei dem die Höhle, die Kunstwerke, ausgewählte Musikinstrumente wie Klarinette, evtl. Didgeridoo und Aktionskünstler den Inhalt bilden.

Alle Künstler werden an diesem Eröffnungs-Tag anwesend sein um ihre Exponate zu begleiten. Sicher wird das eine oder andere gute und spannende Gespräch auf seine Teilnehmer warten.

Die Kunstausstellung wird bis zum 2. Juni 2012 von montags bis sonntags in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet sein. Die Eintrittspreise betragen 4,00 Euro für Erwachsene und 3,00 Euro für Kinder. Führungen durch die Kunstausstellung wird es allerdings nur am Tage der Vernissage geben.

Kluterhöhle / Gasstr. 10 / 58256 Ennepetal
Telefon 02333-98800
www.hoehlenkunst.de

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