Ruhrtriennale: Hast Du Töne?!

Elfriede Jelinek ist auf den Hund gekommen. So scheint es jedenfalls. Cheeky, dem kleinen Jack-Russell-Terrier, gehört in „Kein Licht“ der erste große Auftritt. Die Hündin jault, knurrt und bellt auf die kaum sichtbaren Zeichen ihrer Trainerin hin mit dem Solotrompeter um die Wette und sorgt im Publikum erst einmal für gute Stimmung. Schade, dass einem gleich drauf das Lachen im Halse stecken bleibt. Denn die Absurditäten nehmen ihren Lauf. … [Weiterlesen...]

Ruhrtriennale: Geld regiert die Welt

Duisburg – Bereits im vergangenen Jahr elektrisierte der belgische Regisseur Luk Perceval das Publikum bei der Ruhrtriennale. Seine Bearbeitung des 20-bändigen Romanzyklus von Émile Zola weckte und erfüllte zugleich höchste Erwartungen.Perceval hat sich einer wahren Herkulesaufgabe gestellt, die der Leistung Émile Zolas in nichts nachsteht. Er will das gigantomanische Romanwerk in drei abgeschlossenen Stücken auf die Bühne bringen. Die … [Weiterlesen...]

Ruhrtriennale: Die Fremden verstehen

„Marl - Der Spielort ist von beeindruckender Monstrosität, unwirtlich, intensiv und trist zugleich. Eine gigantische Projektionsfläche für Träume, Visionen und aktuelle Befürchtungen. „Die Fremden“, die neue Musiktheaterproduktion des Festivalintendanten Johan Simons, geht in diesem  Industriedenkmal der ausgehenden Kohle- und Stahlzeit im Ruhrgebiet über die Bühne. Ein einzelner Mensch fühlt sich darin winzig klein und hilflos, die Gruppe von … [Weiterlesen...]

Ruhrtriennale: In Zeiten des Umbruchs

Bochum - „Nicht schlafen“ ist der Name der Tanztheaterproduktion von Alain Platel (Regie) und Steven Prengels (Komposition und musikalische Leitung) mit der Compagnie les ballets C de la B. Sie wurde gerade während der diesjährigen Ruhrtriennale in der Jahrhunderthalle in Bochum uraufgeführt. Das Stück wurde unter anderem von der Ruhrtriennale ko-produziert.Wer nach diesem ebenso emotionalen wie irritierenden Tanzabend tatsächlich  „nicht … [Weiterlesen...]

Dortmund: Kunstinstallation „well,come“

Dortmund - Die Kunstinstallation „well,come“ im Dortmunder Hafen ist für das Publikum eröffnet. Die begehbare Installation widmet sich bis zum 24. September 2016 den Strömen, die um die Welt reisen: Ströme an Rohstoffen, Daten, Finanzen und Waren als auch die gewaltigen Wanderungsbewegungen, die von Kriegen und dem ökonomischen Überlebenskampf getrieben werden.„well,come“ ist eine Arbeit von osa_office for subversive architecture, … [Weiterlesen...]

Ruhrtriennale 2016 in Bochum gestartet

Bochum - Gestern Abend ist die Ruhrtriennale in die Spielzeit 2016 im 15. Jahr ihres Bestehens gestartet. Zum Auftakt gab es die Eröffnung des Kunstdorfs und Festivalzentrums „The Good, the Bad and the Ugly“ auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum und die anschließende Festspielrede von Carolin Emcke, der Trägerin des Friedenspreises des deutschen Buchhandels 2016. Anlässlich der Eröffnungspremiere von „Alceste“ in Bochum hatte sich … [Weiterlesen...]

Westfalium-Sommerausgabe: Ab 25. Mai im Handel!

Die sonnige Jahreszeit steht vor der Tür – und im Spezial der Westfalium-Sommerausgabe dreht sich entsprechend alles um das Thema „Open Air“: Schlemmen bei den schönsten Gourmetfesten der Region, die neue Spielzeit der hiesigen Freilichtbühnen und Polopicknick-Schöpfer Sebastian Schneberger im Porträt – das ist eine Auswahl der Themen. Darüber hinaus gibt es eine literarische Wanderung durch das Töddenland zum Nachwandern.Wer darf nach den … [Weiterlesen...]

Geschichte des Potts unter dem Hammer

Westfalen - Eingefleischte Wagnerianer reiben sich verwundert die Augen oder rühren irritiert in ihren Ohrmuscheln. Statt eines weihevollen und aufwühlenden Bühnenfestspiels wird „Das Rheingold”, das Vorspiel zum dreiteiligen „Ring des Nibelungen“, bei der Ruhrtriennale 2015 einmal auf links gezogen. Das hatten in Bayreuth schon einige versucht. Freilich mit nur mäßigem Erfolg. In Bochum ist das Kunststück gelungen!Regisseur Johan Simons … [Weiterlesen...]

Ruhrtriennale: Begegnungen mit dem Tod

Wer in die Unterwelt will, der muss erst einmal aufsteigen. Statt eines Kahns, erwartet die Besucher von „Orfeo. Eine Sterbeübung“ während der Ruhrtriennale in Essen eine Art Grubenbahn. Mit der geht es langsam nach oben. Der vermeintliche Abstieg ins Reich der Toten folgt dann in kleinen Raten.In Gruppen von bis zu acht Personen fährt man in die Mischanlage der Kokerei Zollverein, wo auf einem sogenannten Opern-Parcour der Weg von … [Weiterlesen...]

Ruhrtriennale: Auf dem Abstellgleis

Westfalen - Sinnfälliger kann eine Theaterbühne kaum sein. Die Ruhrtriennale eröffnete in Dinslaken ihren diesjährigen Festpielreigen in der ehemaligen Kohlenmischhalle der Zeche Lohberg – eine monströse Industriekathedrale von 210 Metern Länge, 65 Metern Breite und 35 Meter Höhe. Die beängstigend große Halle bildet einen Korpus, der von Ferne aussieht wie ein kieloben liegender gestrandeter Ozeanriese.Zurückgeblieben vom einstigen Ort … [Weiterlesen...]