Dortmund: Rentierfütterung an Heiligabend im Zoo

Print Friendly, PDF & Email

Dortmund – Das Warten aufs Christkind fällt vor allem Kindern an Heiligabend schwer. Eine schöne Gelegenheit, die Zeit bis zur Bescherung zu überbrücken, bietet der Zoo Dortmund: An Heiligabend (24. Dezember) kann man die Wartezeit mit „Rudolph“ und Co. verbringen. Um 13.15 Uhr bekommen die Rentiere im Zoo zur Feier des Tages vor den Augen der Besucherinnen und Besucher eine Ladung ihres Lieblingsessen serviert: Rentierflechte. Wie in amerikanischen Zeichentrickfilmen vor einen Schlitten gespannt werden die Rentiere anschließend nicht – aber dazu wird voraussichtlich auch der Schnee fehlen… Der Zoo hat nicht nur Heiligabend, sondern an allen Feiertagen zum Jahreswechsel geöffnet und freut sich auf Besucher.

Rentiere in ihrer traditionellen Anlage – Foto: Benjamin Ibler

Rentiere sind die einzigen Hirsche, bei denen beide Geschlechter ein Geweih tragen, wenn es auch bei den Weibchen wesentlich schwächer ausgebildet ist. Die nordeuropäischen Rene mit ihrem im Winter weißgrauen bis cremefarbenen Fell sind zum Haustier des Menschen geworden. Den Wandertrieb aber haben sie beibehalten, der Mensch muss ihnen, will er sie nutzen, als Nomaden nachziehen. Die zahmen Hausrene leben teilweise in riesigen Herden.

Rentier im Zoo Dortmund wartet auf die Fütterung an Heiligabend – Foto: Karl-Rainer Ledvina

In der Natur fressen Rentiere beinahe 1500 verschiedene Arten von Blütenpflanzen, Moosen und Flechten, sogar solche, die für Menschen giftig oder gar tödlich sind. Diese Vielfalt kann der Zoo ihnen aber nicht bieten. Dafür bekommen sie, was sie im hohen Norden nicht finden: frische Äpfel, anderes Obst und Gemüse, besonders Karotten. Heu dagegen mögen sie nicht so sehr. Die Rentierflechte fürs Festessen am Heiligen Abend wird aus Nordeuropa bezogen.

Wer ganz aufmerksam vor dem Gehege steht, kann übrigens hören, wie die Rentiere beim Gehen „knacken“. Das Geräusch kommt durch eine Bewegung der Sehnen zustande, der Sinn aber ist unklar.

Im Zoo Dortmund leben derzeit fünf Rentierdamen einträchtig zusammen in einem Gehege mit ziemlich rustikaler Bauweise.


 

Deine Meinung ist uns wichtig

*