Münster: Impressionisten in der Normandie

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Münster – Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster feiert mit der großen Sonderausstellung „Die Impressionisten in der Normandie“ die Küsten Nordfrankreichs als Wiege des Impressionismus (14. Oktober 2017 – 21. Januar 2018). Die Schau zeigt Werke von Claude Monet, Auguste Renoir, Alfred Sisley, Gustave Courbet u.a.. Mit rund 80 Gemälden handelt es sich um die größte Gemälde-Ausstellung seit Bestehen des Picasso-Museums.

Jacques Villon: Sous le tente, sur la plage, Blonville, 1906, Öl auf Leinwand – Foto: Collection Peindre en Normandie, Caen

„Wir zeigen die großen Entwicklungen der französischen Freiluftmalerei in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts“, so Museumsleiter Prof. Dr. Markus Müller. „Die Normandie bot den Malern des Impressionismus ein einzigartiges Naturschauspiel, das sie in ihren Gemälden einzufangen versuchten.“ Führende Impressionisten wie Claude Monet und Auguste Renoir stellten ihre Staffeleien unter freiem Himmel an den Stränden der Normandie auf, an malerischen Orten wie Pourville, Étretat oder Deauville, um Licht und Atmosphäre des französischen Nordens in ihren impressionistischen Bildkompositionen zu bannen.

Claude Monet: Bateaux sur la plage à l’Etretat, 1883, Öl auf Leinwand, Fondation Bemberg, Toulouse – Foto: RMN-Grand Palais, Mathieu Rabeau

„Die Ausstellung vereint über 60 Gemälde aus der Sammlung „Peindre en Normandie“, die die Schönheit dieser Region durch die Augen von Künstlern zeigt“, erklärt Alain Tapié, Mitbegründer der Sammlung und Kurator der Ausstellung. Die im Laufe der Jahre gewachsene Gemäldesammlung ist im Conseil régional de Normandie beheimatet. Im Rahmen von Sonderausstellungen waren die Werke bereits in den USA, in Japan und Südkorea, in Osteuropa und Skandinavien zu sehen. In Deutschland wird sie erstmalig in Münster gezeigt. Ergänzt wird die Kollektion durch Werke aus dem Musée des Beaux-Arts in Rouen, dem Pariser Musée Marmottan Monet, der Fondation Bemberg in Toulouse, dem Musée Eugène Boudin in Honfleur, dem Rijksmuseum Twenthe in Enschede sowie einer in Paris beheimateten Privatsammlung.

Claude Monet: Vue générale de Rouen, 1892, Öl auf Leinwand, Musée des Beaux Arts, Rouen – Foto: Métropole Rouen Normandie, Foto Catherine Lancien, Carole Loisel

Die ausgewählten Werke spannen einen zeitlichen Bogen von der ersten Generation der französischen Freiluftmaler (Pleinairisten) aus den 1840er-Jahren bis hin zu den Avantgardeströmungen des frühen 20. Jahrhunderts. Im Zentrum steht hierbei die Generation der Impressionisten, die die Normandie und ihre pittoresken Orte als malerisches Biotop für sich entdeckten.

Katalog „Die Impressionisten in der Normandie“
Hirmer Verlag, Preis im Museum: 26,90 Euro, Preis im Buchhandel: 39,90 Euro

Öffnungszeiten
Montag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr
Freitag 10.00 bis 20.00 Uhr

Öffentliche Führungen
Samstag, Sonntag und Feiertage: 15.00 und 16:30 Uhr


 

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