Coesfeld: Star-Cellist Mischa Maisky zu Gast

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Coesfeld – „Cellospielen ist mein ganzer Lebensinhalt“, sagte Mischa Maisky anlässlich seines 60. Geburtstages. Gemeinsam mit dem Orchester „Musikkollegium Winterthur“ wird der lettische Cellist am 5. November im konzert theater coesfeld seiner Leidenschaft vor Publikum nachgehen.

Star-Cellist Mischa Maisky – Foto: Kasskara

Mischa Maisky, in Riga geboren, ist einer der bedeutendsten Cellisten und seit vielen Jahren der tonangebende – ein expressiver Romantiker. Wenn er spielt, schaut er der Musik tief auf den Seelengrund. Alles gibt er, um dieses Innerste der Musik offenzulegen und die Herzen der Zuhörer damit zu (be)rühren. Was immer Mischa Maisky spielt, die emotionale Dimension ist für seine unvergleichliche Cellokunst zentral.

Musikkollegium Winterthur – Foto: Paolo Dutlo

Das Musikkollegium Winterthur, 1629 gegründet, ist eines der traditionsreichsten musikalischen Institutionen Europas. Es erlangte vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts europaweit Bekanntheit. Seit August 2016 leitet der Österreicher Thomas Zehetmair das Orchester, der als Geiger, Dirigent und Kammermusiker weltweit großes Ansehen genießt.

Auf dem gemeinsamen Programm am 5. November stehen Werke, wie Beethovens Sinfonie Nr. 6 („Pastorale“), die seine musikalische Liebeserklärung an die Natur sein soll. Des Weiteren wird ein Stück für Violoncello und Orchester Nr. 1 des Komponisten Saint-Saëns gespielt werden. Es ist ein ungewöhnliches Werk, das z. B. mit der traditionellen orchestralen Einleitung, mit einem kurzen Akkord beginnt, gefolgt von dem Cello. Eines der Auftragswerke von Richard Dubugnon, die Kammersinfonie Nr. 2, rundet das Orchesterkonzert ab.

Der Solo-Gast Mischa Maisky hat einen wirklich außergewöhnlichen Werdegang: 1965 machte er das erste Mal von sich reden, als er beim nationalen sowjetischen Musikwettbewerb den ersten Preis gewann. Nach seinem Debüt mit den Leningrader Philharmonikern erhielt er von der Presse sogar den Spitznamen „Rostropovich der Zukunft“. 1966 gewann er den internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und wurde am dortigen Konservatorium von Mstislaw Rostropovich in die Meisterklasse aufgenommen. 1969 ging seine Schwester nach Israel ins Exil, Maisky erschien damals dem Sowjet-System allerdings als Staatsfeind, darum verhaftete es ihn und brachte ihn ins Arbeitslager. Zwei Jahre lang konnte er sein Instrument nicht spielen. Erst nach einem Freikauf schaffte er es, sich in Israel und dann in Brüssel niederzulassen. 1974 nahm Maisky noch einmal Unterricht als Meisterschüler von Gregor Piatigorsky. Er ist damit der einzige Cellist, der sowohl bei Rostropovitch als auch bei Piatigorsky in die Lehre gegangen ist. Von 1975 an gelang es Maisky, sich international auf den großen Konzertbühnen zu profi­lieren. Seitdem tourt er durch die USA, Europa, Australien und Fernost.

Karten für das Orchesterkonzert sind für 29,- Euro | 35,- Euro | 39,- Euro an der Abendkasse des Theaters, unter der kostenfreien Hotline unter Tel. 0800/539 6000, an der Theaterkasse im WBK, Osterwicker Str. 29, im Internet unter www.konzerttheatercoesfeld.de sowie an allen Vorverkaufsstellen CTS Eventim erhältlich.

www.konzerttheatercoesfeld.de


 

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