Gerhard Richter schenkt Münster ein Kunstwerk

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Münster – Der Künstler Gerhard Richter schenkt der Stadt Münster ein von ihm entworfenes Foucaultsches Pendel. Das Kunstwerk wird in der Dominikanerkirche installiert, hat der Rat der Stadt in seiner vergangenen Sitzung im Oktober einstimmig beschlossen.

Foucaultsches Pendel: In der Dominikanerkirche soll demnächst ein Kunstwerk von Gerhard Richter schwingen – Foto: Stadt Münster

Das Pendel soll im Scheitelpunkt der 29 Meter hohen Kuppel der Kirche aufgehängt werden, so dass seine Schwingungen auf dem Boden über einer kreisförmigen Natursteinfläche sichtbar sind. Vier rechteckige Glasflächen sollen die Bewegungen des Pendels, den Kirchenraum und Besucher reflektieren und die Reflexionen in den Raum werfen.

„Gerhard Richter war von dem städtischen Barockgebäude an der Salzstraße mit seiner bewegten Geschichte – mal Kloster, mal Militärmagazin, dann Schul- und schließlich Universitätskirche – sofort begeistert. Der Künstler würde den vormals sakralen Ort mit dem Foucaultschen Pendel gewissermaßen um eine naturwissenschaftliche Facette bereichern“, sagte die Münsteraner Kulturdezernentin Cornelia Wilkens. Im Zusammenspiel mit dem Kunstwerk soll die Dominikanerkirche in Zukunft für unterschiedliche Kulturveranstaltungen genutzt werden.

Richter, einer der international bedeutendsten zeitgenössischen Künstler, hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, das Foucaultsche Pendel der Stadt Münster zu schenken. Voraussetzung dabei ist, dass die Stadt das Kunstwerk installiert und dauerhaft erhält. Geplant ist, dass zu diesem Zweck eine Stiftung aufgebaut wird.


 

Kommentare

  1. Ulrich Groeschel meint:

    Wer sich unter Foucaultschen Pendel nichts vorstellen kann sollte im Web nach dem Begriff suchen. Im deutschen Museum z.B. solch ein Pendel. Websuche: Deutsches Museum Foucault-Pendel

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