Voll im Trend: Gin aus Westfalen

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Münster – Im alten Kornland Westfalen kommen immer mehr Hersteller und Schnaps-Liebhaber auf die Idee, Gin-Marken auf den Markt zu bringen. Der Gin aus Westfalen spiegelt die steigende Beliebtheit dieser hochprozentigen Spirituose mit Wacholder-Note. Das erneute Aufkommen des Gins lässt sich bis auf die Retro-Welle der 1990er Jahre zurückdatieren, die sich in zahlreichen Cocktail- und Longdrinkrezepten niederschlug. Westfalium nahm bei einem Gin Tasting einige Kreationen unter die Lupe.

Gin aus Westfalen statt Steinhäger.

Der Friedrichs Dry Gin hat eine Lavendelnote. Foto: www.schwarze-schlichte.de

Die Brennerei „Schwarze und Schlichte“ stellt dem Steinhäger, dem traditionellen Wacholderschnaps, seit dem vergangenen Jahr „Friedrichs Dry Gin“ im Sortiment zur Seite. Dieser ist ein Gin aus Westfalen, der besonders weich im Geschmack ist und sich neben seinen ausgewogenen Kräuteraromen durch eine feine Lavendelnote auszeichnet.

Gin aus Westfalen, geneuer aus Steinfurt

Kräftig: Der Mo Gin. Foto: www.dwersteg.de

Die Steinfurter Destillerie Dwersteg hat mit dem „Mo Gin“ einen kräftigen Wacholder mit einer leichten floralen Note von Orangen- und Lavendelblüten im Programm.

Gin aus Westfalen mit Kaffee.

Der Prütt Kaffee Gin ist durchaus gelungen. Foto: www.kaffeegin.de

Eine besondere Kreation ist auch der „Prütt Kaffee Gin“, gebrannt in der Feinbrennerei Sasse in Schöppingen. Die Kaffeebohnen kommen aus der kleinen Rösterei Herr Hase in Münster. Wir finden: Eine gelungene Kombination eines klassischen Dry Gin mit feinen Kaffeeröstaromen und Zitrusnuancen.

Gin aus Westfalen: Diesmal aus Arnsberg.

Black Swan Arnsberg Dry Gin bietet eine Mischung aus heimischen und exotischen Kräutern – Foto: Bojcum Destillatmanufaktur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viel Erfahrung hat die Bojcum Destillatmanufaktur in Arnsberg: Ihr Black Swan Arnsberg Dry Gin ist mit heimischen und exotischen Kräutern angereichert und bietet einen feinen und  weichen Geschmack, der nicht übermäßig den Wacholder betont.

Ein Dry Gin aus Westfalen

Der Woodland Sauerland Dry Gin kommt aus dem Süden Westfalens. Foto: www.woodland-gin.com

Ganz neu auf dem Markt ist der „Woodland Sauerland Dry Gin“, den vier passionierte Gin-Trinker um Olaf Baumeister, dem bekannten Fernsehkoch aus dem WDR, entwickelt haben. Überwiegend heimische Botanicals, wie handgepflückter Sauerampfer, aromatische Fichtenspitzen, frische Brennnesseln und kräftige Löwenzahnwurzel, verleihen dem Woodland Sauerland Dry Gin seinen herb-frischen Geschmack.

Westfälischer Gin aus Ostwestfalen.

Der „Gin Lossie OWL Dry Gin“ verträgt sich gut mit Tonic. Foto: Lossie

Schon 2015 brachte Marcel Lossie aus Bielefeld eine eigene Gin-Marke in vielen Variationen auf den Markt: Dem „Gin Lossie Ostwestfalen Dry Gin“, dessen wacholderartiger Grundcharakter durch feine Zitrus-, Hopfen- und Minz-Aromen abgerundet wird, stellte er den „Gin Lossie Ingwer“ zur Seite. Hier tritt eine feine, aber deutliche Ingwer-Note ebenso wie die für die Ingwer-Wurzel typische leichte Schärfe hervor. Daneben entwickelte er den „Gin Lossie Botanischer Garten“, eine regelrechte Kräuterexplosion, die würzig-bitter im Nachgang schmeckt. Einzigartig sind wohl die Gin-Liköre, die Lossie anbietet: Der „Gin Lossie Moosbeere“ ist ein fruchtiger Gin-Likör, der durch eine besondere Ausgewogenheit zwischen der vollmundigen Moosbeeren-Komponente und dem Dry Gin mit seinen intensiven Botanicals überzeugt. Der „Gin Lossie Passionsfrucht“ schmeckt exotisch-erfrischend und angenehm süß. Beim „Gin Lossie Heidelbeere“ überzeugt die beerentypische Fruchtigkeit und Vollmundigkeit.

Auch die Sendenhorster Erlebnisbrauereien arbeiteten an der Entwicklung eines Dry Gin aus Westfalen. Dieser ist zu Beginn angenehm mild, um dann mit einer fein-fruchtigen Note abzuschließen. Im Internet-Sortiment findet er sich allerdings noch nicht.

Noch nicht verkostet hat Westfalium den „Oberwasser Extra Dry Gin“, der in einer limitierten Auflage von 100 Flaschen zum 25jährigen Jubiläum des LWL-Museums Schiffshebewerke Henrichenburg hergestellt wurde. Er wird dort zum Festtag am 16. September vorgestellt und zum Gin Tasting gereicht.

 

 

 


 

Kommentare

  1. Egal ob Bayern, Hamburg, Hauptstadt oder Westfalen – Der deutsche Gin Trend ist wirklich unaufhaltsam und ich finde die Entwicklung in Deutschland echt super! Bin gespannt wohin das ganze Thema noch führen wird. Was denkt ihr – weiterhin endlos neue Gins oder stagniert der Gin Hype irgendwann?
    Viele Grüße aus München

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