Mediziner-Ausbildung in Bielefeld und Siegen

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Westfalen – Bielefeld bekommt eine medizinische Fakultät – darauf haben sich CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen in ihrem jüngst geschlossenen Koalitionsvertrag geeinigt. „Wir fördern den Aufbau einer medizinischen Fakultät OWL in Bielefeld mit dem Schwerpunkt Allgemeinmedizin. Hier sollen in Kooperation mit den Kliniken der Region 200 bis 300 neue Medizinstudienplätze entstehen“, heißt es auf Seite 101 des 125 Seiten starken Dokuments.

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Vorbild für die damit beabsichtigte Ausbildung zusätzlicher Mediziner ist das sogenannte Bochumer Modell, bei dem die praktische Ausbildung des Ärztenachwuchses in Krankenhäusern der Region erfolgt. Die Medizinerausbildung in Ostwestfalen-Lippe soll explizit darauf ausgerichtet sein, langfristig die ärztliche Versorgung auf dem Land zu verbessern. „Hierzu soll bei diesem Vorhaben die Allgemeinmedizin und die Vernetzung mit akademischen Lehrkrankenhäusern und Arztpraxen auf dem Land eine besondere Bedeutung haben.“

Auch den Ärztemangel im Sauerland haben die neuen Regierungspartner im Blick: „Zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Fläche wollen wir in der Region Südwestfalen einen Modellversuch ,Medizin neu denken‘ starten. Danach sollen die Universitäten Bonn und Siegen künftig gemeinsam Mediziner ausbilden.“ Neben der klassischen Medizinerausbildung sollen Forschungsaktivitäten aufgebaut werden, die sich auf eine „maximal mobile und stark digitalisierte Hochleistungs-Gesundheitsversorgung von der frühesten Kindheit bis zum hohen Alter insbesondere im ländlichen Raum“ konzentrieren. Das Modell setzt auf die Kooperation der beiden Basispartner Bonn und Siegen, schließt aber auch eine Zusammenarbeit mit der Universität Mainz sowie dem Erasmus Medical Center Rotterdam ein. Auch die Universität Witten/Herdecke wollen CDU und FDP laut Koalitionsvertrag im Bereich der Medizinerausbildung weiter unterstützen.


 

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