Künstlerforum Bielefeld präsentiert „Das Kleid“

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Bielefeld – Mit dem Projekt «Das Kleid» bringt die Künstlerin Elisabeth Masé geflüchtete und Bielefelder Frauen ganz unterschiedlicher Herkunft und Berufe zusammen, um gemeinsam eine Leinwand mit einem roten Faden zu besticken aus der dann ein Kleid genäht wird. Dabei entstehen gestickte Muster und Figuren, die aus dem Leben der Frauen erzählen, und die Frauen kommen einander näher und lernen einander kennen. Manche beherrschen noch die traditionellen Sticktechniken und bringen sie anderen bei, die bisher selten oder nie gestickt haben. Die Frauen tragen während der Arbeit alle das gleiche rote Kleid, das ihre Herkunft und ihren sozialen Status nivelliert. Im Anschluss werden die Frauen einzeln in dem fertigen bestickten Kleid fotografiert.

Die Kunsthalle Bielefeld präsentiert „Das Kleid“ der Künstlerin Elisabeth Masé

Nachdem das Projekt «Das Kleid» im Jahr 2016 erfolgreich in Berlin durchgeführt wurde, gibt es jetzt eine Neuauflage in Bielefeld, initiiert von Dr. Cordula Fink-Schürmann vom Künstlerinnenforum Bielefeld-OWL. Acht geflüchtete Frauen und acht Bielefelder Frauen saßen an fünf Nachmittagen im Juni gemeinsam um einen runden Tisch im Kunstverein und haben gestickt. Am 18. Juni wurde in der capella hospitalis der Kurzfilm «Das Kleid» von Elisabeth Masé präsentiert und Willem Schulz und Valentin Masé gaben ein Konzert, eine Verbindung von Cello, Techno und Stimme.

Am 25. Juni wurde das Projekt in einer Podiumsdiskussion in der Kunsthalle reflektiert. Dort findet nun auch die finale Ausstellung statt, die neben den Kleidern auch die Fotos der Teilnehmerinnen in den Kleidern und Gemälde Elisabeth Masés präsentiert. Die Malerei zeigt den Weg des Kleides im künstlerischen Werk Elisabeth Masés auf, der mit der Präsentation in der Kunsthalle den Status Quo eines lebendigen Projektes zu sehen gibt.

Ein Projekt des Künstlerinnenforums Bielefeld-OWL e.V. in Kooperation mit dem Bielefelder Kunstverein, der Kunsthalle Bielefeld und der capella hospitalis e.V.
Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.


 

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