Weltausstellung in Kassel: Die documenta 14

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Bis zum 17. September 2017 kann man die documenta 14 noch in Kassel besuchen. Die weltweit wichtigste Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst zeigt einen Querschnitt durch die aktuelle Kunst, die geprägt ist von politischen und gesellschaftlichen Themen. Vergleichbar in Größe und Einfluss ist nur die Biennale von Venedig, zu der auch die bekannten Filmfestspiele von Venedig gehören.

documenta als Weltausstellung

Die documenta hat eine lange Tradition. Begründet vom deutschen Maler Arnold Bode, findet die Weltausstellung für zeitgenössische Kunst seit 1955 alle fünf Jahre in Kassel statt und nutzt währenddessen verschiedene Ausstellungsorte wie Museen und Messehallen im gesamten Stadtgebiet. Jede documenta dauert genau 100 Tage und wird deshalb auch als Museum der 100 Tage bezeichnet. Während die documenta ursprünglich auf europäische Künstler beschränkt war, umfasste sie bald auch Exponate von Künstlern aus Afrika, Asien und Amerika. Die künstlerische Leitung wählt dabei größtenteils Kunstschaffende aus, die wenig bekannt sind. Um ein Gegengewicht zum Kunstmarkt zu bilden und Spekulationen zu vermeiden, wird die endgültige Künstlerliste so lange wie möglich geheim gehalten.

Zeitgenössische Kunst

Die Diversität an Exponaten ist mit ein Grund, warum die documenta stetig wachsende Besucherzahlen zu verzeichnen hat. Nicht nur Installationen und Skulpturen zählen zu den Ausstellungsstücken, sondern auch moderne Darstellungsformen wie Performances oder TV-Drawings. Auch verschiedene Fotoarbeiten sind unter den Werken zu finden und haben so manchen Trend hervorgebracht.

Der britische Maler David Hockney, der sowohl bei der 4. documenta, als auch bei der documenta 6 als Künstler vertreten war, ist vor allem durch seine Fotoarbeiten bekannt. Seine photographic collages (zu Deutsch: „Fotocollagen“) bestehen nicht nur aus einzelnen Fotos, die ein Gesamtwerk formen, sondern sind auch durch ihre unterschiedlichen Formen ein Blickfang. Die Arbeiten können gleichzeitig eine Inspiration sein, die eigenen Fotos kreativ anzuordnen. So kann man beispielsweise hier Fotocollagen erstellen und nach eigenem Gusto gestalten – Hockney fürs eigene Zuhause sozusagen.

Kunst in Westfalen

Doch nicht nur die documenta 14, die dieses Jahr einen gleichberechtigten Standort in Athen hat, ist ein Zeichen für die künstlerische Vielfalt. Auch Veranstaltungen wie die Skulptur Projekte Münster sind eine Inspiration, für Künstler und Besucher gleichermaßen. Solche Ausstellungen regen die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst an und sind ein Teil der Identität einer ganzen Region geworden.


 

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