Mit Enthusiasmus für die Kunst

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Münster – Die Galerie Steinrötter feiert in diesem Jahr ein großes Jubiläum. Seit 50 Jahren ist Claus Steinrötter in Sachen Kunst unterwegs. Sein Enthusiasmus ist sprichwörtlich. Er hält Kunst schlicht für so unersetzlich wie ein Grundnahrungsmittel.

Jaroslav Kurbanov: „Verbindungen 2“, 2014, Acryl auf Leinwand, 120 x 80 cm – Fotos: Galerie Claus Steinrötter

Begonnen hat alles mit dem Münsteraner Künstler Wolfgang Troschke und dessen abstrakt-informellen Arbeiten. Die Liste der Künstler, die Steinrötter seither vertritt, ist lang. Zu den ersten Künstlern zählten neben dem Freund Wolfgang Troschke der Worpsweder Künstler Pit Morell und Friedrich Meckseper. Später kamen Schritt für Schritt all jene hinzu, die bis heute das Netzwerk der Galerie ausmachen. Aktuell setzt sich Steinrötter für den Maler Carsten Weitzmann ein. Seine teilweise skurrilen Gemälde erzählen Geschichten mit einer tiefgründigen Fantasie.

Steinrötter wurde vor 74 Jahren in Gelsenkirchen geboren. Schon zu Schulzeiten zog es ihn für ein Studium der Soziologie und Volkswirtschaft nach Münster. Mit Arbeiten von Wolfgang Troschke und einer Mappe voller Grafiken unterm Arm zog er damals von einer Studentenkneipe zur anderen und verkaufte seinen Kommilitonen Kunst – und Antiquitäten.

Wolfgang Klinzing, „Carve canem“, Mischtechnik, 2007

Im Jahr 1967 eröffnete Steinrötter an der Kleinen Bergstraße in Münster seine erste Galerie. Buchstäblich ins Rampenlicht rückte sie, als er 1972 sein Domizil im Mauritztor einrichtete und seine Gäste neben Kunst auch mit französischen Spezialitäten begeisterte. Das war neu in der Stadt.

Die Inneneinrichtung des Mauritztors mutete an wie ein alter britischer Pub. Kein Wunder: Sie stammte direkt aus London. Als die beiden Schauspieler Vivi Bach und Dietmar Schönherr die Galerie Steinrötter für sich entdeckten, ging ein richtiger Hype los. Schauspieler machten gerne Station. Alfred Biolek wurde zum Stammgast und selbst Peter Ustinov weilte gerne in Münster und freundete sich mit dem Galeristen an. Das Torhäuschen an der Mauritzstraße war eine Zeit lang der
Hotspot der Stadt.

Etwas ruhiger wurde es, nachdem die Galerie zuerst in den Oerschen Hof an der Königstraße, zeitweise auch in die Tuckesburg an der Hüfferstraße und schließlich an die Rothenburg in den Deilmannhof verlegt wurde. Das war vor über 27 Jahren. Seither berät Galerist Steinrötter seine Kunden am liebsten in freundschaftlicher Atmosphäre. „Vertrauen ist das A und O einer guten Kundenbeziehung“, weiß der Galerist.

Galerie Steinrötter, Rothenburg 16, 48143 Münster, Tel. 0251/44400, www.steinroetter.de


 

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