Folk aus dem Land der langen weißen Wolke

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Hamm – Nach einem erfolgreichen Saisonauftakt bei strahlendem Sonnenschein mit zwei heimischen Formationen, dem Collegium Musicum und dem Posaunenchor Hamm-Westen, steht beim zweiten Konzert der „Kulturzeit im Kurpark“ am Sonntag, 4. Juni, um 15 Uhr gleich der Gast mit der weitesten Anreise in dieser Saison auf der Pavillonbühne: Mel Parsons.

Mel Parsons

Die junge Sängerin und Komponistin stammt aus Neuseeland, dem Land der langen weißen Wolke, wie die Maori ihre Heimat auch nennen. Aufgewachsen auf einer Schaf- und Rinderfarm an der Westküste der Südinsel, interessierte sie sich schon früh für Musik. Sie hörte Mark Knopfler, Cat Stevens, Paul Simon, Tom Petty, Neil Young, war aber auch Fan von The Police und The Specials, später Tracey Chapman und Jesus Rodriguez.

Zunächst begann Mel mit dem Klavierspiel, im Alter von 14 kam dann die Gitarre hinzu. Nach einem Auslandsaufenthalt studierte sie Popularmusik, Geschichte, Anthropologie und Spanisch an der Universität von Auckland. Bis heute reist sie gern, hat auch schon längere Zeit in Chile und Kanada gelebt – kehrt aber immer wieder in ihre Heimat zurück.

Mel Parsons

Die Folksängerin ist der aufstrebende Star ihrer Heimat und hat im vergangenen Jahr mit „Drylands“ bereits ihr drittes Erfolgsalbum veröffentlicht. Ihre Meriten hat sie sich hart erarbeitet, lebt eigentlich nur aus dem Koffer, weil sie ständig auf Tour ist. Wie sie selbst sagt: „Das Glück kommt, wenn man hart arbeitet. Ich glaube nicht, dass man einfach nur abwarten kann und dann kommt das Glück schon vorbei. Meine Arbeit gibt mir viel Energie, das ist mein Motor.“

Ein Album anzuhören oder einen Künstler live erleben zu können, sind zwei ganz verschiedene Dinge – das ist auch bei Mel Parsons nicht anders. Besonders live ist sie ein echtes Erlebnis, ihre sympathische Bühnenpräsenz und die gefühlvolle Stimme lassen den Zuhörer Teil der Geschichten werden, die sie erzählt. Ihre Songs, angesiedelt zwischen Pop und Folk, sind vielseitig, berührend und haben oftmals direkten Bezug zu Ereignissen in ihrem Leben: „Get out alive“ beispielsweise erzählt die die Geschichte eines heftigen Autounfalls – den sie glücklicherweise ohne größere Blessuren überstand. Außerdem offenbaren die Kompositionen auch ihre enorme Bandbreite, die von kraftvollen, rhythmischen Liedern bis zu sanften Balladen reicht.


 

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