Ausstellung: 35 Jahre SAMMLUNG SCHROTH

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Soest – Am kommenden Sonntag, den 7. Mai, 11 Uhr, eröffnet anlässlich des 70. Geburtstags von Kunstsammler Carl-Jürgen Schroth im Museum Wilhelm Morgner die Ausstellung „format – 35 Jahre SAMMLUNG SCHROTH“. Diese zeigt einen Querschnitt aus 35 Jahren Sammlertätigkeit und der rund 380 Arbeiten umfassenden Sammlung internationaler Künstler der konkreten, konstruktiven und minimalistischen Kunst. Die Ausstellung wurde kuratiert von der Kunsthistorikerin Juliane Rogge.

Ein Blick in die Ausstellung „format – 25 Jahre SAMMLUNG SCHROTH“, zu sehen im Soester Museum Wilhelm Morgner vom 7. Mai bis zum 13. August 2017 – Foto: Westfalium

Rund zwei Dutzend der Kunstwerke macht Schroth im Rahmen der Ausstellung nun zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich. Darunter sind insbesondere auch Werke aus der Anfangszeit seiner Sammlung, zu sehen im Kabinett im ersten Stock des Museums. Diese Arbeiten sind zwar noch figurativ, aber schon abstrahierend und reduzierend. Auch legen diese Arbeiten, darunter Landschaftsaquarelle von Richard Jauns und grafische Arbeiten von Michael Schreiber, bereits den Fokus auf Fragestellungen, etwa nach der optischen Wahrnehmung, dem Raum, oder den strukturellen Gesetzen, die der Erscheinung der Dinge zu Grunde legen.

Kuratorin Juliane Rogge und Sammler Carl-Jürgen Schroth vor Winston Roeth’s Arbeit „Portrait“ – Foto: Westfalium

Abgesehen von der Kabinettausstellung mit den frühen Sammlerstücken ist die Ausstellung im oberen Umgang des Museums Wilhelm Morgner und im Raum SCHROTH jedoch nicht chronologisch geordnet. Kuratorin Juliane Rogge erklärt: „Ich habe die Werke in unterschiedliche Themenbereiche zusammengefasst, zum Beispiel ,Information‘ oder ,Licht‘“. Um diese Einteilung auch im Raum spürbar zu machen, wurden die mobilen Wände im Raum SCHROTH nun diagonal aufgestellt. So entstehen viele kleine Räume, die der Ausstellung einen sehr intimen Charakter verleihen – und schließlich hat sie auch etwas sehr Persönliches, hangen doch viele Werke bislang in Carl-Jürgen Schroths eigenen vier Wänden. „Ich kaufe immer nur Kunst, die ich auch zu Hause aufhängen und täglich anschauen würde“, so Schroth.

Insgesamt 90 Künstler aus aller Welt sind in Schroths Sammlung vertreten, darunter Heiner Thiel, Yves Popet, Günther Ücker, Ulrich Rückriem, Frank Gerritz, Fred Sandback, Spencer Finch oder Thomas Deyle, um nur einige wenige zu nennen. Zu vielen der Künstler hat Schroth seit vielen Jahren ein enges Verhältnis. Die Ausstellung „format“ spürt den Entwicklungen und Zusammenhängen der vielfältigen Positionen und künstlerischen wie geistigen Schwerpunkte der SAMMLUNG SCHROTH nach.

Zur Ausstellung wird ein ausführlicher Katalog erscheinen. Zudem wird es ein Veranstaltungsprogramm mit Führungen und Vorträgen geben. Nähere Informationen dazu finden Interessierte auf der Website der Stiftung Konzeptuelle Kunst.

„format – 35 Jahre SAMMLUNG SCHROTH“, 7. Mai bis 13. August 2017 (Ausstellung im OG bis 2. Juli), Museum Wilhelm Morgner und Raum SCHROTH, Thomästr. 1, 59494 Soest, Öffnungszeiten Di-Fr 14:00-17:00 Uhr, Sa u. So 11:00-17:00 Uhr, Tel. 02921/14177, www.skk-soest.de


 

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