Wolfgang Lamché: Abstrakt bis tierisch

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Westfalen – Für den Bildhauer Wolfgang Lamché aus Ennigerloh ist Kunst „eine Leidenschaft, die keine Leiden schafft, sondern immer wieder Freude und Bewunderung hervorruft.“ Das gilt für den Künstler wie für den Betrachter. An gleich zwei Orten in Hamm sind in diesem Frühling seine Arbeiten zu sehen.

Wolfgang Lamché

Die abstrakten Edelstahlplastiken des Ennigerloher Bildhauers Wolfgang Lamché haben Liebhaber auf der ganzen Welt

Ob Bronze, Edelstahl, Titan oder Stein – Wolfgang Lamché macht sich verschiedenes Material zu eigen. Doch seine Vielseitigkeit erschöpft sich nicht darin. Einerseits arbeitet der Künstler mit Werkstatt im münsterländischen Ennigerloh abstrakt: Die Liebe zur Formgebung, der Hang zur spielerischen Auseinandersetzung mit dem Umfeld des zu schaffenden Kunstwerkes als auch das Ausreizen der Materialien bestimmen sein abstraktes Schaffen.

Den Kontrapunkt zu diesem Aspekt seiner künstlerischen Tätigkeit bilden die mittlerweile über 200 naturalistischen Bronzen. Diese von Lamché liebevoll „Viecher“ getauften Arbeiten stellen, je nach Kundenwunsch, unterschiedlichste Tiere dar, von der Schnecke bis zum Pferd. Ebenso beherrscht der Bildhauermeister die Darstellung des Menschen als Büste, Torso oder auch in der Totalen.

Eines von Lamchés „Viechern“: Die große Schnecke

Seine Kunstwerke haben Liebhaber in aller Welt, sei es in Asien, Australien, Amerika oder in vielen Ländern Europas – und natürlich in Deutschland und seiner westfälischen Heimat in Hamm. Dort gibt es in diesem Frühling an gleich zwei Orten für Kunstinteressierte die Gelegenheit, seine Werke zu sehen:

Am 29. April wird im Maximilianpark in Hamm eine zweimonatige Werkschau Lamchés eröffnet. Zur Landesgartenschau 1984 hatte der Künstler hier bereits das „Landschaftsband“ geschaffen – auch heute noch eines der markantesten Kunstwerke im „Maxipark“. Bis zum 18. Juni werden dann sowohl im Glaselefanten als auch im Park Kunstwerke der unterschiedlichen Werkgruppen Lamchés ausgestellt. Hinzu gesellen sich Großfotos, die unter dem Titel „Kunst am Bau“ Beispiele für Kunst im öffentlichen Raum zeigen, die Wolfgang Lamché unter anderem für namhafte Weltkonzerne wie ThyssenKrupp oder Siemens geschaffen hat.

Eine weitere Gelegenheit, Kunstwerke von Wolfgang Lamché zu bewundern, gibt es aktuell noch bis Ende Mai in den Wielandstuben von Jürgen Faßbender in Hamm. Das stilvolle Ambiente gibt den würdigen Rahmen für die polierten abstrakten Bronzen des Künstlers, der aber auch kulinarisch den Wielandstuben schon seit Jahren sehr zugetan ist. Gutes Essen und Kunst passen eben gut zueinander. Und so ehrt seine Heimatstadt Hamm im Frühling gleich zweimal den Künstler Lamché, der in diesem Jahr auch seinen 70. Geburtstag begehen wird. Ein schöneres Geschenk kann es für diesen runden Geburtstag doch nicht geben.

Bildhauer Wolfgang Lamché, Ostenfelder Str. 32, 59320 Ennigerloh, Tel. 02524/7500, www.lamche.com


 

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