Nadelmarkt: Auszeit von Massenprodukten

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Iserlohn – Auch in diesem Jahr geht beim Themenmarkt im Museum Barendorf in Iserlohn nichts ohne die Öhrnadel. In Anlehnung an die für Iserlohn ehemals so bedeutende Nadelfabrikation werden Designer und Manufakturen Produkte vorstellen, zu deren Herstellung die Öhrnadel ein wichtigstes Arbeitsgerät ist. Das Stadtmuseum Iserlohn lädt am 1. und 2. April 2017 zum neunten Mal zum Nadelmarkt in die Historische Fabrikanlage ein.

Der Nadelmarkt findet im Museum Barendorf statt

Feines Handwerk – feines Werkzeug
Die Produkte der Teilnehmer sind gekennzeichnet von hoher Qualität und sorgfältigster Verarbeitung der Materialien. Alle der etwa 30 Aussteller demonstrieren mit ihren Arbeiten die Bandbreite handwerklichen wie gestalterischen Könnens: feine, erlesene historische wie zeitgenössische Stickereien, Bekleidungsdesign in kunstvoller Ausarbeitung, Schals, extravagante Hüte, edle Wohntextilien, einfallsreich gequiltete Wandbehänge und Überwürfe oder Teppiche aus Filz, handgefertigte Taschen und Accessoires aus hochwertigen Materialien, Kinderbekleidung und fröhliche Kinderzimmerdekorationen. Auch verschiedene Schmuckgestaltungen, u.a. aus Teilen alter Musikinstrumenten, werden viele Interessierte begeistern.

Ein Handschuhmacher bei der Arbeit

Im Zubehörbereich finden die Besucher des Nadelmarkts Stoffe und Schnitte für eigene Handarbeiten, sowie Scheren aus Solingen. Die einzige heute noch in Iserlohn ansässige Nadelfabrik bietet allerlei Nähzubehör an.

Vorführungen

Der in Barendorf tätige Kunsttischler Konrad Horsch öffnet an diesen Tagen seine Werkstatt und gibt Einblick in seine handwerklichen Projekte rund um die Nadel. Nils Bergauer, laut FAZ.NET (26.12.2016) einer der jüngsten Inhaber einer Lederhandschuhmanufaktur und einer der Letzten seiner Zunft wird vor Ort seine historischen Maschinen präsentieren und damit die Arbeitsschritte vorführen, die zur Ausarbeitung eleganter Lederhandschuhe notwendig sind. Bei Ingmar Pons,
Frankfurt, der vor kurzem seinen Meisterbrief erhielt, können Interessierte die Herstellungswiese fadengebundener Bücher beobachten. Denn trotz der digitalen Zeiten hat Pons eine Entwicklung festgestellt: den vielzitierten „Trend zur Nachhaltigkeit“. „Leute bringen bei uns Sachen vorbei, die eigentlich materiell gar nicht wertvoll sind, alte Kinderbücher etwa“, wird der Buchbinder in der FAZ.NET vom 29.05.2016 zitiert. „Sie wollen es aber trotzdem erhalten, weil ihnen das Herz daran hängt.“

Eine große Auswahl erwaqrtet die Besucher

Bei den Führungen im Nadelmuseum oder in der Haarnadelfabrik können technikinteressierte Besucher Einblick in historische Herstellungsabläufe der Nadelfabrikation erhalten. Für Kinder und Jugendliche gibt es kleine Workshops rund ums Nähen.

Im Café kann man wunderbar entspannen

Das Barendorfer Café und die Außengastronomie sorgen mit allerlei Spezialitäten für das leibliche Wohl.

Vielfältige Anregungen für Handarbeiten sind zu sehen

Zum Ort des Geschehens:
Im Baarbachtal in Iserlohn liegt die Historische Fabrikanlage. Sie beherbergt seit 1987 das Nadelmuseum. Dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass sich hier seit einigen Jahren ein in dieser Form eher seltener Themenmarkt etabliert hat. Die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf, ein Fabrikendorf aus dem frühen 19. Jahrhundert, ist eines der bedeutendsten technischen Kulturtdenkmäler Südwestfalens und Ankerpunkt der vor- und frühindustriellen Technikroute ‚WasserEisenLand’ sowie der Tälerroute der Industriekultur innerhalb der Europäischen Route derIndustriekultur.

Der Eintritt ist frei

Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf / Baarstraße 220-226 / 58636 Iserlohn
Samstag 1. und Sonntag 2. April 2017, 11 – 18 Uhr

Kontakt:
Stadtmuseum Iserlohn
Tel.: 02371/217-1960
www.nadelmarkt.de


 

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