Bilderwelten zeigen Erschütterungen der Welt

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Westfalen – Im Rahmen der Reihe „Die großen grafischen Zyklen“ zeigt die Kolvenburg in Billerbeck noch bis zum 3. November Arbeiten des Künstlers André Masson.

André Masson - Bild der Ausstellung in der Kolvenburg Billerebeck. - Foto: Kreis Coesfeld/VG Bild

André Masson – Bild der Ausstellung in der Kolvenburg Billerebeck. – Foto: Kreis Coesfeld/VG Bild

Der Maler, Bildhauer und Grafiker André Masson (1896-1987) ist zu Beginn seiner Laufbahn stark beeinfluss tvon den konstruktiven Formen des Kubismus.

In den 1920er-Jahren schließt er sich den Surrealisten um ihren Wortführer André Breton an. Er gilt als einer der Hauptvertreter dieser neuen Bewegung, die der Darstellung des Irrationalen, Traumhaften und Triebhaften großen Bedeutungsspielraum beimisst.

Massons Bildwelten sind reger Ausdruck von den Erschütterungen der Welt, geprägt von den Traumata des Ersten Weltkrieges, von Geschlechterkampf und grausamen Visionen der Zerstörung und des Untergangs. Leben und Tod bilden die Grundpole, zwischen denen seine Bildwelten angesiedelt sind.

Ab 1948 beginnt Masson das Werk namhafter Dichter wie André Malraux, Arthur Rimbaud, Stéphane Mallarmé oder René Crevel unter virtuosem Einsatz von Radierung, Aquatinta und Lithografie zu illustrieren.

Bild und Text bilden eine kongeniale Einheit, in der Masson die Poesie des Textes zu einer schöpferischen Re-Lektüre im Bild vertieft. So stehen unterschiedlich kolorierte Blätter mit freien, ornamentalen Formumschreibungen und Anklängen an ostasiatische Kalligrafie gleichberechtigt neben solchen Arbeiten, in denen ekstatische Schwünge und nervöse Liniengespinste dominieren.

Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der Galerie Hachmeister, Münster zusammengestellt.

Kolvenburg / An der Kolvenburg 3 / 48727 Billerbeck
Telefon 02543 – 1540

 


 

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